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Trotz Blamage mit „Defender”-Geheimdokumenten: Beamter kann noch Londons Nato-Botschafter werden

© CC0 / Picudio / PixabayBritische Flagge (Symbolbild)
Britische Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.08.2021
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Der hochrangige Außenministeriumsbeamte Angus Lapsley, der die an einer Bushaltestelle in Kent gefundenen 50 Seiten Geheimdokumente verloren hat, sollte zum Zeitpunkt des Vorfalls britischer Botschafter bei der Nato werden, berichtet „The Guardian“ am Dienstag.
Die Ernennung von Lapsley gilt heute als unwahrscheinlich, aber nicht als definitiv ausgeschlossen.
Die Papiere, die der Beamte verloren hatte, waren teilweise als geheim eingestuft; sie enthielten Informationen über heikle Einsätze in Afghanistan und am Schwarzen Meer.
Der Vorfall war bekannt geworden, weil die Unterlagen Ende Juni dem Sender BBC übergeben wurden, der einen Bericht mit den Details aus den aufgefundenen Dokumenten erstellte. Eines der Dokumente war mit dem „Secret UK Eyes only“ (dt. „streng vertraulich, nur für britische Beamte“) gekennzeichnet, und die Unterlagen hätten nicht aus dem Regierungsgebäude weggebracht werden dürfen.
Der britische Außenminister Dominic Raab - SNA, 1920, 07.07.2021
Trotz „Defender“-Vorfalls: London verspricht weitere Nutzung von „ukrainischen Gewässern“
Lapsley wurde vorläufig der Zugang zu sensiblen Daten verweigert, aber die endgültige Strafe steht noch bevor. Einige Sicherheitsbeamte in der Regierung sind mit den fehlenden Sanktionen gegen Lapsley und mit dem Gerede über dessen mögliche Ernennung zum britischen Nato-Botschafter unzufrieden. Sie erklären, dass dies die Bestrafung von anderen Mitarbeitern des Ministeriums in ähnlichen Fällen erschweren würde.
Letzte Woche übergab jedoch das Verteidigungsministerium dem Parlament eine schriftliche Erklärung, dass es “keine Beweise für Spionage gegeben hat”.
In den verlorenen Unterlagen wird unter anderem die mögliche Reaktion Moskaus auf den Kurs des Zerstörers „HMS Defender“ durch umstrittene Gewässer vor der Halbinsel Krim dargelegt.
Ein weiterer Teil der Dokumente – weswegen sie auch als derart sensibel gelten – birgt Informationen über eine mögliche militärische Präsenz Großbritanniens in Afghanistan nach Abschluss der dortigen Nato-Operation unter Führung der USA.
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