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Statt geplantem Flug nach Warschau: Weißrussische Athletin Timanowskaja auf dem Weg nach Wien

© AFP 2021 / Charly TriballeauKristina Timanowskaja am internationalen Flughafen Narita
Kristina Timanowskaja am internationalen Flughafen Narita - SNA, 1920, 04.08.2021
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Die belarussische Athletin Kristina Timanowskaja, die am Mittwoch in Tokio mit einem Flugzeug nach Warschau starten sollte, hat in letzter Minute den Flug gewechselt, meldet unter anderem AFP. Derzeit ist die Sportlerin demnach auf dem Weg nach Wien.
Timanowskaja sollte laut AFP einen Flug nach Warschau antreten, das der Sportlerin zuvor ein humanitäres Visum erteilt hatte.
„Stattdessen flog sie mit Austrian Airlines ab, die Maschine soll um 16:05 Uhr in Wien landen“, heißt es.
Das österreichische Außenministerium bestätigte gegenüber Medien, dass die Sportlerin aus Weißrussland auf dem Weg nach Wien sei.
AFP meldet ferner unter Berufung auf ein Mitglied der belarussischen Community, dass Diplomaten ihre Flugroute aufgrund von Sicherheitsbedenken geändert hätten.
Zuvor hatte es geheißen, dass Timanowskaja mit der polnischen Airline LOT nach Warschau fliegen werde. Später wurde bekannt, dass der Flug LO80 Tokio-Warschau in Japan gestartet ist.
Die Athletin dürfte nach der Ankunft in der österreichischen Hauptstadt allerdings umgehend nach Warschau weiterreisen. „Wir gehen davon aus, dass Kristina Timanowskaja nach der Ankunft in Wien-Schwechat weiter nach Warschau transitiert.“ Diese Information wurde dem „Standard“ aus dem Außenministerium des Landes bestätigt. Ob es möglich sei, dass die belarussische Sportlerin im Transitbereich des Flughafens einen Asylantrag stellt, hieß es ferner:
„Möglich ist das, aber derzeit gehen wir davon aus, dass sie noch am Abend weiterfliegt.“
Der Sportlerin Kristina Timanowskaja, die nach Kritik an ihrem Verband wohl gegen ihren Willen aus Tokio ausgeflogen werden sollte, hatten mehrere Staaten Hilfe oder Asyl angeboten. Darunter waren Tschechien, Slowenien und Polen. Warschau erteilte ihr schließlich ein humanitäres Visum.
Später äußerte sich auch der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg dazu. Laut seinen Worten war Österreich bereit, Timanowskaja aufzunehmen. „Wir haben sie erwartet. Es liegt an ihr, wofür sie sich entscheidet“, sagte er gegenüber der „Presse“.
Die weißrussische Leichtathletin Kristina Timanowskaja. Tokio, 30. Juli 2021 - SNA, 1920, 03.08.2021
„Wir haben sie erwartet“: Österreich hätte weißrussische Sprinterin Timanowskaja aufgenommen
Hintergrund
Die Läuferin Kristina Timanowskaja hätte bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio eigentlich im 200-Meter-Sprint der Damen für ihr Heimatland Weißrussland antreten sollen.
Timanowskaja informierte via Instagram, dass sie aber ohne Erklärungen für den 400-Meter-Lauf aufgestellt wurde. „Man hat beschlossen, alles hinter meinem Rücken zu machen“, schrieb sie. Die hochrangigen Personen sollten laut ihren Worten die Sportler respektieren und deren Meinung berücksichtigen.
Kristina Timanowskaja (Archivbild) - SNA, 1920, 03.08.2021
IOC leitet Untersuchung zu Fall der Athletin Timanowskaja aus Weißrussland ein
Medien berichten, dass Timanowskaja zuvor eine Instagram-Story gepostet hatte, in der sie belarussische Funktionäre kritisiert haben soll, die sie ohne ihr Wissen für diese Distanz aufgestellt hätten, weil der Verband nicht die Anzahl ausreichender Dopingkontrollen für die Sportlerinnen habe gewährleisten können, die für die 400-Meter-Staffel vorgesehen waren. Später soll das Video gelöscht worden sein.
Am 1. August hatte das belarussische NOK erklärt, dass Timanowskaja „aufgrund ihres emotionalen und psychologischen Zustands“ nicht mehr an den Olympischen Spielen teilnehmen könne.
Die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation teilte am 1. August via Telegram mit, dass Timanowskaja aus Tokio ausgeflogen werden soll. Am Flughafen Haneda hatte sie den Rückflug verweigert und sich an die japanische Polizei gewendet.
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