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Weil keiner ihn will: Bundesregierung spendet ab sofort Astrazeneca-Impfstoff an Entwicklungsländer

© REUTERS / Tiksa NegeriEine Krankenschwester bereitet sich auf die Verabreichung des AstraZeneca-Impfstoffs im Rahmen des Covax-Programms in Äthiopien vor.
Eine Krankenschwester bereitet sich auf die Verabreichung des AstraZeneca-Impfstoffs im Rahmen des Covax-Programms in Äthiopien vor.  - SNA, 1920, 04.08.2021
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In Deutschland ist die Nachfrage nach dem Astrazeneca-Impfstoff sehr gering. Nun will das Bundesgesundheitsministerium alle noch ausstehenden Impfstofflieferungen offenbar direkt der internationalen Impfinitiative Covax spenden. Die Initiative versorgt Entwicklungsländer, vor allem in Afrika, mit Corona-Impfstoffen.
1,3 Millionen Dosen des Impfstoffs Astrazeneca werden ohne Umweg über Deutschland an Covax geliefert. Den Plan kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch gegenüber dem Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND) an. Die Covid-19-Initiative wurde Ende April 2020 auf einer Veranstaltung unter Teilnahme des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Stiftung von Bill und Melinda Gates ins Leben gerufen.
„Es ist in unserem ureigenen nationalen Interesse, die Welt zu impfen“, sagte Spahn dazu. „Denn diese Pandemie ist erst wirklich vorbei, wenn das Virus weltweit unter Kontrolle ist.“Deutschland engagiere sich bereits finanziell stark bei Covax. Nun würde es erstmalig auch Impfdosen aus seinen Verträgen an Covax abgeben, erklärte Spahn.
Deutschland werde außerdem schon im August zugunsten von „EU-Staaten mit höherem Bedarf“ auf Impfstoffdosen des Herstellers Johnson & Johnson verzichten, so Spahn weiter. Je nach Bedarf in Deutschland könne die vertraglich vereinbarte Menge entweder später geliefert werden oder dann ebenfalls an Drittstaaten abgegeben werden. Es wären dann 1,7 Millionen Dosen.
Dafür würde Deutschland verstärkt den Fokus auf die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna legen. Die beiden Impfstoffproduzenten haben laut einem Bericht der „Financial Times“ in den jüngsten EU-Lieferverträgen eigenmächtig die Impfstoffpreise erhöht: Pfizer um 26 Prozent auf 19,50 Euro je Dosis, Moderna um 13 Prozent auf 21,50 Euro.

Afrikanische Länder protestierten bereits gegen „Zwei-Klassen-Impfung“

Afrikanische Länder protestierten bereits gegen „Zwei-Klassen-Impfung“

Viele afrikanische Länder wurden von der EU über Covax noch vor einem Monat vorwiegend mit Covishield versorgt, dem Lizenzprodukt von Astrazeneca, das in Indien hergestellt wird. Damals wurde der Impfstoff noch nicht von der Europäischen Arzneimittelbehörde (Ema) anerkannt. Afrikanische Zeitungen wie „East African“ protestierten gegen die „Impf-Apartheid der EU“ und eine Zwei-Klassen-Impfstrategie, denn die mit Covishield Geimpften durften nicht mit ihrem Impfzertifikat in die EU einreisen.
Restaurant (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.08.2021
Regierungsplan für Herbst und Winter: Maske bis Frühjahr 2022 und Zutritt nur für Geimpfte?
Inzwischen ist das Problem in einigen EU-Ländern wie Frankreich oder Österreich gelöst worden. In Deutschland dagegen werden die Covishield-Zertifikate nach wie vor nicht bei der Einreise anerkannt.
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