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Menschenblut, satanische Brüste und drei weitere ominöse Modeskandale – Fotos

© CC0 / Pixabay / Jane Mary SnyderSportschuhe (Symbolbild)
Sportschuhe (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.08.2021
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Der US-amerikanische Sportartikelanbieter Converse hat eine neue Schuh-Kollektion mit einer Reihe von Werbebildern präsentiert, was einen Skandal nach sich zog. Viele Nutzer sozialer Netzwerke warfen der Firma Satanismus vor. In diesem Zusammenhang haben wir fünf ausgewachsene Modeskandale herausgesucht, die weit und breit Schlagzeilen machten.
Der US-amerikanische Konzern Converse hat eine neue Schuhe-Kollektion vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Modedesigner Rick Owens entwickelt wurde. In einer Werbekampagne dazu sind in der vorigen Woche Fotos veröffentlicht worden, auf denen Modelle in einem Gothic-Look ein Pentagramm bilden. Viele Nutzer sozialer Netzwerke, die das Bild sahen, waren empört und warfen dem Unternehmen vor, mit Okkultismus und Satanismus geflirtet zu haben.

1. Pentagramm-Werbung

Der ominöse Eindruck von dem Foto entsteht nicht zuletzt durch das Outfit der Modelle: Sie haben enganliegende schwarze Lederkombis an, ihre Gesichter sind mit weißer Farbe geschminkt, und aus ihren Augen strahlen schwarze spitzige Linien, in den offenen Mündern sind umgekehrte Metall-Sterne zu sehen.
Der Beitrag hat so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wie sie selbst die weltweit erfolgreichsten Blogger sie nicht immer haben: Bis heute gibt es mehr als 12.000 Kommentare. Owsens selbst erklärte, dass er dieses Pentagramm schon seit langer Zeit verwende, weil es gerade offensichtlich okkulte Assoziationen bei Jugendlichen wecke.
„Mir gefällt, dass es auf ein alternatives System verweist. Und das suggeriert Offenheit und Empathie. Es suggeriert das Streben nach Vergnügen, dieses Streben nach Empfindung. Aber eines der wichtigsten Dinge, die es meiner Meinung nach suggeriert, ist Empathie und die Berücksichtigung von Lebenssystemen, die möglicherweise nicht dem Standard entsprechen. Das führt dazu, dass wir andere Systeme akzeptieren und toleranter sind, was ich für eine gute Sache halte“, schrieb Owsens in einem neuen Converse-Beitrag via Instagram.
Der Beitrag hat über 33.000 Kommentare gesammelt und ist rund eine Million Mal angesehen worden.

2. Satan-Schuhe mit menschlichem Blut

Ende März 2021 sind 666 Paare der so genannten „Satan-Shoes“ in den Verkauf gegangen. Hergestellt wurden sie von dem US-amerikanischen Kunstkollektiv „MSCHF“ und dem Rapper Lil Nas X.
Die Turnschuhe sollen einen Tropfen menschlichen Bluts in der Sohle enthalten haben, das angeblich von Mitgliedern des „MSCHF“-Teams stammte. Die „Satan Shoes“ waren rot bestickt und mit einem Pentagramm aus Bronze versehen. Sie enthielten zudem einen Verweis auf eine Stelle in der Bibel, Lukas 10:18 („Ich sah Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“)

3. Geschlechtsteile zur Schau

Der uns bereits bekannte Designer Owens hatte auch 2015 Schlagzeilen gemacht. Damals ging es nicht um Okkultismus, jedoch wurden im Januar selbst Medien auf seine Männerschau aufmerksam, die mit Mode sonst nichts zu tun hatten. Damals wurde auf dem Laufsteg das zur Schau gestellt, was bei solchen Veranstaltungen normalerweise Tabu ist. Bei einigen männlichen Modellen, die etwas Ähnliches wie Tuniken anhatten, waren in bestimmten Schlitzen deren nackte Geschlechtsteile zu sehen.
© AFP 2021 / PATRICK KOVARIKEin Model präsentiert eine Kreation des US-Modedesigners Rick Owens während der Modeschau Herren Herbst/Winter 2015, Paris, Frankreich (22.01.2015)
Ein Model präsentiert eine Kreation des US-Modedesigners Rick Owens während der Modeschau Herren Herbst/Winter 2015, Paris, Frankreich (22.01.2015) - SNA, 1920, 03.08.2021
Ein Model präsentiert eine Kreation des US-Modedesigners Rick Owens während der Modeschau Herren Herbst/Winter 2015, Paris, Frankreich (22.01.2015)

4. Satanische Brüste

1994 war das damals 23-jährige deutsche Model Claudia Schiffer mittendrin in einem Modeskandal mit religiösen Motiven. Die Sache lag an einem Chanel-Outfit, das sie bei der Modeschau im Januar in Paris anhatte. Muslime waren wegen des unten gezeigten Kleides mit dem großen Dekolletee empört. Der Grund der negativen Reaktionen waren nämlich die gestickten Schriftzeichen auf der Korsage. Die Zeilen, die sinngemäß wie die „Rechtgeleiteten“ übersetzt werden, stammten aus einem heiligen „Hadith“, einem Ausspruch des Propheten Mohammed.
© AFP 2021 / GERARD JULIENDas deutsche Model Claudia Schiffer präsentiert ein von Karl Lagerfeld entworfenes Kleid mit Versen aus dem Koran. Paris, Frankreich (15.01.1994)
Das deutsche Model Claudia Schiffer präsentiert ein von Karl Lagerfeld entworfenes Kleid mit Versen aus dem Koran. Paris, Frankreich (15.01.1994) - SNA, 1920, 03.08.2021
Das deutsche Model Claudia Schiffer präsentiert ein von Karl Lagerfeld entworfenes Kleid mit Versen aus dem Koran. Paris, Frankreich (15.01.1994)
In den Medien wurde der Skandal als „Satanic Breats“ (deutsch: satanische Brüste) bezeichnet, in Anspielung auf „Satanic Verses“, dem skandalösen Werk des indisch-britischen Schriftstellers Salman Rushdie aus dem Jahr 1988, weswegen er durch den iranischen Staatschef Chomeini ein Jahr danach zum Tode verurteilt wurde. Das Buch sei gegen den Islam, den Propheten und den Koran. Chomeini rief damals die Muslime in aller Welt zur Vollstreckung auf. Rushdie lebt in den USA. Zum Jahrestag des Urteils teilte die iranische Nachrichtenagentur Fars 2016 mit, dass das Kopfgeld für den Tod Rushdies um 600.000 Dollar erhöht wurde, also auf insgesamt fast vier Millionen Dollar.
Während des Skandals 1994 entschuldigten sich bei den Muslimen sowohl Chanel als auch der Autor des Kleides, Karl Lagerfeld. Das Modehaus versprach alle drei Exemplare des Kleides zu verbrennen. Lagerfeld erklärte, er habe gedacht, die Zeilen seien Liebesgedichte gewesen und er habe die aus einem anderen Buch kopiert, nicht aus dem Koran.

5. KZ-Inspiration

Nach einer Modeschau für den Winter 1995 in Paris fühlten sich Vertreter des Jüdischen Kongresses verletzt. Der Grund war die neue Kollektion der japanischen Prêt-à-porter-Modedesignerin Rei Kawakubo für ihre Männerschau. Ein skandalöses Ensemble bestand aus einer gestreiften Hose, die mit einer grauen Jacke kombiniert war, auf der vorne und hinten große Nummern aufgedruckt waren. Ein Model mit solchem Outfit sah wie ein Häftling im KZ Auschwitz aus, lauteten kritische Kommentare. Kawakubo sagte zwar, dass sie vom Schlaf inspiriert wurde, daher sähen die Looks wie Pyjamas aus, aber entschuldigte sich doch für ihre Kreation.
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