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China kommentiert Entsendung der Fregatte „Bayern“: „Zusammenarbeit statt Konfrontation“

CC BY-SA 3.0 / Jcornelius / Wikimedia CommonsChinesische Botschaft in Berlin (Archivbild)
Chinesische Botschaft in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 03.08.2021
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Die deutsche Fregatte „Bayern“ ist auf dem Weg in das Südchinesische Meer. Das hat China zur Kenntnis genommen. Peking ruft Berlin dazu auf, sich „nicht nur verbal“ zum Multilateralismus zu bekennen. Das hat die chinesische Botschaft in Berlin auf SNA-Anfrage mitgeteilt.
„Wir haben an die deutsche Seite immer wieder appelliert, bei der Durchfahrt im Südchinesischen Meer das Völkerrecht einzuhalten, die Souveränität, Rechte und Interessen der Anrainerstaaten zu respektieren und alles zu unterlassen, was Frieden und Stabilität in der Region beeinträchtigen würde.“ Das erklärte die Botschaft der Volksrepublik China in Deutschland gegenüber SNA News auf Anfrage.
Angesichts ungewisser Aussichten bei der Covid-19-Pandemie und einer wirtschaftlichen Erholung setze China auf „gegenseitigen Respekt und Zusammenarbeit statt Misstrauen und Konfrontation“. Peking erwartet diesbezüglich, dass die Bundesrepublik weiterhin eine konstruktive Rolle bei der Bewältigung globaler Herausforderungen spielt, heißt es aus der diplomatischen Vertretung Chinas.
Zudem erwartet Peking, „dass die EU einschließlich Deutschland sich nicht nur verbal zum Multilateralismus bekennt, sondern den Multilateralismus auch klar definiert“. Aus Chinas Sicht könne ein „echter Multilateralismus“ nichts anderes bedeuten als das internationale System mit den Vereinten Nationen im Zentrum und die auf der UN-Charta basierenden Grundnormen der internationalen Beziehungen.
Kriegsschiff Bayern - SNA, 1920, 02.08.2021
AKK: Deutsche Fregatte im Indopazifik „repräsentiert unsere Werte und Interessen“

Deutsches Kriegsschiff mit Ziel Pazifik

Am Montag um 14 Uhr hat die Fregatte „Bayern“ in Wilhelmshaven mit Ziel Indopazifik abgelegt. Etwa ein halbes Jahr soll das Kriegsschiff mit mehr als 230 Besatzungsmitgliedern unterwegs sein. Während ihres Einsatzes sollen sie mehrere Häfen in Partnerländern anlaufen und an internationalen Missionen teilnehmen.
Die Fregatte soll unter anderem die Nato-Mission „Sea Guardian“ zur Stärkung der maritimen Sicherheit im Mittelmeerraum sowie die EU-Operation „Atalanta“ zur Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika unterstützen. Sie soll den Angaben nach zudem das Südchinesische Meer durchfahren.
Bei der Verabschiedung der Fregatte sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer: „Unser Engagement im Indopazifik bedeutet, nicht gegen etwas oder jemanden zu sein, sondern gemeinsam für etwas einzustehen.“ Auch gegenüber der Volksrepublik habe die Bundesregierung einen Besuch angeboten, um im Dialog zu bleiben, so die Ministerin. Ob es tatsächlich zu einem Besuch kommt, blieb zunächst unklar.
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