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Zivilisten massakriert? USA machen den Taliban schwere Vorwürfe

© REUTERS / JALIL AHMADKämpfe in der afghanischen Provinz Herat
Kämpfe in der afghanischen Provinz Herat  - SNA, 1920, 02.08.2021
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Die US-Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat am Montag via Twitter der islamistischen Taliban* das Massaker an Zivilisten in der Provinz Kandahar vorgeworfen, welches aus Washingtons Sicht als Kriegsverbrechen angesehen werden könnte.
„In Spin Boldak, Kandahar (an der Grenze zu Pakistan – Anm. d. Red.), massakrierten die Taliban Dutzende Zivilisten aus Rache. Diese Morde könnten Kriegsverbrechen darstellen; sie müssen untersucht und die verantwortlichen Taliban-Kämpfer oder Kommandeure zur Rechenschaft gezogen werden (…) Wenn Sie Ihre Kämpfer jetzt nicht kontrollieren können, können Sie keine Führung in der Zukunft beanspruchen“, hieß es im Twitter-Beitrag der US-Vertretung.
Inzwischen haben die Taliban die US-Vorwürfe gegenüber der Agentur RIA Novosti zurückgewiesen. Zudem forderte Zabihullah Mujahid, der Sprecher der Bewegung, Menschenrechtsaktivisten und die Medien auf, ins Land zu kommen und vor Ort zu ermitteln.
„Uns sind die US-amerikanischen Twitter-Beiträge gleichgültig. Sie sollten ihr Anliegen kennen und sich auf ihren Abzug konzentrieren und an keinen unnötigen Gesprächen und Anschuldigungen teilnehmen“, sagte Mujahid.
In Afghanistan kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Regierungstruppen und den Taliban-Kämpfern, die in den ländlichen Gebieten bedeutende Gebiete erobert und eine Offensive gegen Großstädte gestartet haben.
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In diesen Tagen geht im Land nach fast 20 Jahren ein internationaler Militäreinsatz zu Ende, der im Herbst 2001 zum Sturz der damaligen Taliban-Herrschaft geführt hatte. Die deutsche Bundeswehr hat ihre Truppen schon vollständig abgezogen. Die US-Militärmission in dem Land soll am 31. August enden. Zuletzt haben die USA aber angesichts des Vormarsches der Taliban wieder verstärkt Luftangriffe geflogen, bei denen die Flugzeuge von außerhalb des Landes starteten.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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