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Wegen Berichten über Verbindung zu TikTok: Amthor im Kreuzfeuer der Kritik

Philipp Amthor (Archivbild) - SNA, 1920, 02.08.2021
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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor soll laut Medienberichten in aktive Lobbyismus-Arbeit mit der Social-Media-Plattform TikTok verstrickt gewesen sein und muss sich dem Hagel der Kritik im Netz aussetzen.
Das zum chinesischen Mutterkonzern ByteDance gehörende Sozialnetzwerk habe offenbar sein Image in Deutschland verbessern wollen und daher versucht, deutsche Politiker für sich zu gewinnen, schreibt unter anderem „Der Spiegel“.
Medien zufolge soll TikTok an das Usedomer Musikfestival in Amthors Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern 2500 Euro gezahlt haben. Darüber hinaus soll der deutsche Ableger des Videodienstes eine Zuwendung an die Junge Union (JU) angeboten haben. Der 28-jährige Politiker ist Schatzmeister bei der Nachwuchsorganisation.
Offenbar wollte der Konzern die Technikkosten für das Livestreaming einer Veranstaltung übernehmen, bei der sich die drei damaligen Bewerber um den CDU-Vorsitz der JU vorstellten, so Medien. Die Rechnung sollte über „Miller & Meier Consulting“ ausgestellt werden. Die Transaktion soll letztlich trotzdem auf Wunsch sowohl der Berliner Agentur als auch des chinesischen Unternehmens nicht zustande gekommen sein.
Amthor verteidigte sich gegenüber der Zeitung „Tagesspiegel“. Es sei „nie Geld geflossen“, zitiert das Blatt den Christdemokraten.
„Es ging um Sponsoring, also Geld gegen Gegenleistung“, so Amthor. „Ich habe mich in aller Klarheit immer gegen chinesische Digitalunternehmen geäußert, der deutsche Staat braucht hier sogar schärfere Eingriffsrechte.“
Erst Ende Juli war Amthor in den Schlagzeilen, weil er auf einem Foto mit einem mutmaßlichen Neonazi zu sehen war. Im Juni 2020 wurde bekannt, dass der CDU-Politiker für das Start-up Augustus Intelligence als Lobbyist aufgetreten sei. Auf den erneuten Skandal reagierten User sozialer Medien spöttisch.
„Respekt, kein Politiker bleibt sich politisch so treu wie Amthor“, twitterte etwa Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, am Sonntag.
Viele Internet-Benutzer fragten, wie viele Affären es noch bräuchte, bis Amthor zurücktrete. Twitterer „DiamantenSchulle“ scherzte, der CDU-Politiker habe eine „Korruptionsflatrate“.
„Ich glaub, der Amthor ist einfach zu blöde, weil der sich als einziger erwischen lässt“, schrieb „Marcel“ am Montag.
Einige Kommentatoren fanden es lustig, dass Amthor vorgeworfen werde, gerade für TikTok als Lobbyist zu handeln. Die Kurzvideo-Plattform ist besonders unter Jugendlichen beliebt.
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