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Olympia in Tokio: Länder bieten belarussischer Athletin Asyl und Hilfe an

© SNA / Zur BilddatenbankKristina Timanowskaja (Archivbild)
Kristina Timanowskaja (Archivbild) - SNA, 1920, 02.08.2021
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Die belarussische Olympia-Athletin Kristina Timanowskaja ist in die Schlagzeilen internationaler Medien geraten: Die Sportlerin, die nach Kritik an ihrem Verband wohl gegen ihren Willen aus Tokio ausgeflogen werden sollte, ist laut dem IOC „sicher und geschützt“. Der 24-Jährigen wird Hilfe aus mehreren Ländern angeboten.
Tschechien zeigte sich bereit zur Erteilung eines Visums für Timanowskaja. Laut dem Außenminister des Landes, Jakub Kulhanek, ist auch die tschechische Botschaft in Tokio bereit, der Sportlerin zu helfen.
Später teilte er mit, dass es auch das Angebot einer Asylgewährung gebe.
Frankreichs Europaminister Clement Beaune hatte sich zuvor für politisches Asyl für die belarussische Sportlerin in der EU ausgesprochen. „Das wäre eine Ehre für Europa“, sagte er dem Sender RFI.
Der slowenische Ministerpräsident Janez Janša twitterte: „Kristina ist in Slowenien willkommen.“
Laut Polens Vize-Außenminister Marcin Przydacz ist das Land bereit, Timanowskaja zu helfen. Es geht um ein humanitäres Visum und die Möglichkeit, die sportliche Karriere in Polen fortzusetzen.
IOC-Sprecher Mark Adams erklärte am Sonntagabend, dass Timanowskaja laut ihren Angaben „sicher und geschützt“ sei.
Sie soll die Nacht in einem Flughafenhotel verbracht haben.
Die oppositionelle belarussische Athletenvertretung Belarusian Sport Solidarity Foundation teilte am 1. August via Telegram mit, dass Timanowskaja aus Tokio ausgeflogen werden soll.
„Ihr wurde dringend ein Flugticket gekauft, und nun wird sie mit allen Sachen zum Flughafen gebracht“, hieß es in der Mitteilung.
Später wurde im Netz ein Video gepostet, in dem die Athletin erklärte, dass Druck auf sie ausgeübt wurde und man versuche, sie gegen ihren Willen aus dem Land zu schaffen.
„Ich bitte das Internationale Olympische Komitee, sich einzumischen.“
Reuters meldete, dass die Sportlerin wohl in Europa um Asyl bitten wolle.

Hintergrund

Timanowskaja informierte via Instagram, dass sie, die sich auf 200-Meter-Läufe spezialisiert hat, ohne Erklärungen für den 400-Meter-Lauf aufgestellt wurde. „Man hat beschlossen, alles hinter meinem Rücken zu machen“, schrieb sie. Die hochrangigen Personen sollten laut ihren Worten die Sportler respektieren und deren Meinung berücksichtigen.
Medien berichten, dass Timanowskaja zuvor eine Instagram-Story gepostet hatte, in der sie belarussische Funktionäre kritisiert haben soll, die sie ohne ihr Wissen für diese Distanz aufgestellt hätten, weil der Verband nicht die Anzahl ausreichender Dopingkontrollen für die Sportlerinnen habe gewährleisten können, die für die 400-Meter-Staffel vorgesehen waren. Später soll das Video gelöscht worden sein.
Am 1. August hatte das belarussische NOK erklärt, dass Timanowskaja „aufgrund ihres emotionalen und psychologischen Zustands“ nicht mehr an den Olympischen Spielen teilnehmen könne.
Ihre Anmeldung zu den Qualifikationsläufen über 200 Meter und der Staffel 4x400 Meter wurde demnach zurückgenommen.
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