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Мусор после проливных дождей в Бад-Нойенар-Арвайлере, Германия  - SNA, 1920
Hochwasser in Deutschland
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Nach der Flutkatastrophe: „Die Leute powern sich aus“ – Helfer ruft zur Mitarbeit auf

© REUTERS / CHRISTIAN MANGFolgen von Überschwemmungen in Insul an der Ahr
Folgen von Überschwemmungen in Insul an der Ahr - SNA, 1920, 02.08.2021
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Mit Glockengeläut und Schweigeminuten haben die Menschen im Kreis Ahrweiler am Mittwoch der Opfer der Hochwasserkatastrophe gedacht. Das Hochwasser hatte am 14. Juli das Ahrtal besonders schlimm getroffen. Viele freiwillige Helfer beteiligen sich an den Aufräumarbeiten. Einer davon ist Matthias. Im SNA-Interview erzählt er von seinen Eindrücken.
Am 23. Juli hatte sich Matthias mit einem Freund auf den Weg in die von Fluten betroffene Region in Rheinland-Pfalz aufgemacht, um seine Unterstützung und Hilfe anzubieten.
Angekommen in Bad Neuenahr-Ahrweiler – einer Stadt, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen ist – zeigte er sich von dem Ausmaß der Zerstörung schockiert: „Man sieht Nachrichten, informiert sich selber über Youtube, aber wer es nicht selber gesehen hat, kann sich nicht vorstellen, wie krass das ist. Wir haben jetzt nur diesen einen Ort gesehen. Aber du drehst dich einmal um und siehst: Na klar stehen da noch Häuser. Aber ansonsten pure Zerstörung. Überall Matsch, Dreck, Autos, die teilweise übereinanderliegen. Es ist einfach unvorstellbar“, sagt der freiwillige Helfer im SNA-Interview.
Die Flutkatastrophe vom 14. Juli hatte mit derzeit 132 Toten, vielen Verletzten und unvorstellbaren Zerstörungen unermessliches Leid über das Ahrtal und den Kreis Ahrweiler gebracht. „Viele Menschen haben alles verloren und stehen vor dem Nichts“, heißt es auf der Internetseite der Kreisverwaltung Ahrweiler. Am Mittwoch wurde deshalb mit Kirchengeläut und einem zehnminütigen Schweigemoment der Opfer der Katastrophe gedacht.

„Angst, dass die Hilfsbereitschaft abnimmt“

Matthias berichtet von einer Herzlichkeit und Dankbarkeit, die die Betroffenen gegenüber den Helfern zeigen: „Die Leute nehmen sich in dem Arm.“ Er habe viele Menschen und Organisationen gesehen, die dort mitanpackten. Allerdings herrschen in dem Ort, wie Matthias erzählt, Befürchtungen und Angst, dass diese Hilfe bald abreißen könnte. Das hänge mit dem riesigen Ausmaß an Zerstörung zusammen.
„Die Leute laufen jetzt schon auf 150 Prozent. Es ist so: Du schaufelst den ganzen Tag und dann drehst dich um und siehst, dass kaum was gemacht wurde. So viel war das. Dann geht es gerade weiter. Die Leute powern sich aus, und die Angst besteht darin, dass in ein paar Monaten immer noch super viel Arbeit ist, dann aber die Aufmerksamkeit und die Hilfsbereitschaft mit der Zeit abnehmen“, erklärt der 36-Jährige und appelliert an die Bevölkerung: „Ich würde echt jedem ans Herz legen, der kann und möchte:helft. Das ist wichtig.“ Auch Spenden seien mehr als willkommen.
Das gesamte Interview mit Matthias zum Nachhören:
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