Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Dinosaurier unter den Energieprojekten“: Umweltamt-Chef skeptisch über Zukunft von Nord Stream 2

CC BY-SA 4.0 / Susanne Kambor / Wikimedia Commons (cropped)Der Präsident des Umweltbundesamts, Prof. Dr. Dirk Messner
Der Präsident des Umweltbundesamts, Prof. Dr. Dirk Messner - SNA, 1920, 02.08.2021
Abonnieren
Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, hat seine Skepsis gegenüber dem fast fertiggestellten deutsch-russischen Pipeline-Projekt Nord Stream 2 zum Ausdruck gebracht. Darüber berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Montag.
Auf die Frage, ob ihm die Gaspipeline durch die Ostsee nicht wie aus der Zeit gefallen wirke, antwortete Prof. Dr. Messner: „Ja, Nord Stream 2 könnte schnell zu so etwas wie einem Dinosaurier unter den Energieprojekten werden, denn bis 2045 wollen wir mit null Emissionen auskommen.“ Der 59-Jährige ist seit Januar 2020 Präsident des Umweltbundesamts. Zuvor war er lange Jahre Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik in Bonn.
Präsident des Oeschger-Zentrums Thomas Stocker - SNA, 1920, 30.07.2021
Beim Klimaschutz gibt es keine politische Strategie – Präsident des Oeschger-Zentrums
Messner hätte sich von einer neuen Bundesregierung ehrgeizigere Ziele beim Klimaschutz gewünscht. „Wir wollen bis 2030 die Emissionen um 65 Prozent reduzieren im Vergleich zu 1990. Wir als Umweltbundesamt sagen: 70 Prozent gingen auch.“Dafür halte er den CO₂-Preis für ein elegantes Instrument. Nach seinen Worten sei das Ziel des CO₂-Preises nicht, den Bürger zu schröpfen.
„Er ist das Signal an die Wirtschaftsakteure und die Konsumenten, dass es sich lohnt, klimaverträgliche Produkte herzustellen, zu kaufen oder weniger Ressourcen zu verbrauchen“, so Messner.
„Wir brauchen bei der Windenergie an Land mindestens eine Verdreifachung und bei der Fotovoltaik mindestens eine Verdopplung des jährlichen Ausbaus“, sagte der Umweltamt-Chef weiter. Im Verkehrsbereich müsse man elektrifizieren und die Zahl der Automobile reduzieren.
„In allen Sektoren, in denen Emissionen entstehen, müssen wir beschleunigt ambitionierte Ziele umsetzen. Das betrifft vor allem das Energiesystem, das Mobilitätssystem, unsere Städte, unsere Industrie, unsere Landwirtschaft, unseren Konsum“, resümiert Messner.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала