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Ein 100 Jahre alter Wachmann des KZ Sachsenhausen wird vor Gericht stehen

© AP Photo / Markus SchreiberMenschen stehen hinter dem Tor mit der Aufschrift "Arbeit macht frei" im NS-Todeslager Sachsenhausen (Symbolbild)
Menschen stehen hinter dem Tor mit der Aufschrift Arbeit macht frei im NS-Todeslager Sachsenhausen (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.08.2021
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Ein ehemaliger Wachmann des NS-Konzentrationslagers Sachsenhausen, in dem rund 20.000 Menschen ermordet wurden, wird im Alter von 100 Jahren vor Gericht kommen. Darüber informiert die „Welt am Sonntag“.
Der 100-jährige Angeklagte war drei Jahre im KZ Sachsenhausen mit etwa 200.000 Gefangenen in der Nähe von Berlin tätig. Dies war unter anderem ein Ausbildungsort für Wachpersonal und Kommandanten der Konzentrationslager im gesamten Terrorsystem der Nationalsozialisten. Der Prozess soll vor dem Landgericht Neuruppin im Oktober beginnen. Laut dem Gerichtspräsidenten Frank Stark werde der Beschuldigte für zwei bis zweieinhalb Stunden am Tag verhandlungsfähig sein.
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„Viele Nebenkläger gehören dem gleichen Alter wie der Beschuldigte an und hoffen auf Gerechtigkeit“, meinte Rechtsanwalt Thomas Walther, der seit Jahren Nebenkläger in den letzten NS-Verfahren vertritt. Er halte den Neuruppiner Prozess für notwendig.
„Sachsenhausen war der Naziführung vor den Toren Berlins der Schauplatz für ihren Wahn der Herrschaft über Leben und Tod“, sagt Walther gegenüber der „Welt am Sonntag“.
Den Prozess begrüßte auch Stephanie Bohra, promovierte Historikerin und derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin im Berliner Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“.
„Mord verjährt nicht, darum müssen sich auch ältere Semester vor Gericht verantworten. Es geht um die Aufklärung von Verbrechen, und ehemalige Häftlinge haben die Gelegenheit, zu berichten, was dort passierte“, so Bohra.
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