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Völkermord an Armeniern: Historiker sieht zunehmende Anerkennung „in einem langen Kampf“

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Zizernakaberd – Denkmal für die Opfer des Völkermords an den Armeniern 1915 - 1916 in Jerewan - SNA, 1920, 31.07.2021
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Mehr als 100 Jahre nach dem Völkermord an den Armeniern verzeichnen Wissenschaftler in der Südkaukasusrepublik eine zunehmende internationale Anerkennung des Genozids im Osmanischen Reich. Nach den USA und Lettland in diesem Jahr erkennen inzwischen über 30 Staaten die Massaker an Hunderttausenden Menschen 1915 – 1916 als Genozid an.
„Tendenz steigend“, sagt der Historiker Suren Manukjan in der armenischen Hauptstadt Jerewan. Er ist Leiter der Abteilung für vergleichende Völkermord-Studien der Stiftung des Armenischen Genozid-Museumsinstituts.
„Jede Anerkennung ist für uns ein Sieg in einem langen Kampf“, sagt der Experte der Deutschen Presse-Agentur in Jerewan. Jede neue staatliche Anerkennung des Genozids – wie etwa auch durch Deutschland 2016, durch Frankreich, Russland und viele andere Staaten – erhöhe den Druck auf die Türkei, sich mit den Verbrechen auseinanderzusetzen.
Während Historiker von bis 1,5 Millionen getöteten Armeniern ausgehen, räumt die Türkei lediglich eine Zahl zwischen 300.000 bis 500.000 Toten ein. Vor allem weist sie den Begriff des Genozids – also die gezielte Auslöschung eines Volks – kategorisch zurück. „Wir haben es mit einem großen Verbrechen zu tun, das noch immer juristisch von internationalen Gerichten aufgearbeitet werden muss", sagt Manukjan. Eine Verurteilung des Osmanischen Reichs würde die Türkei als Rechtsnachfolgerin treffen.
Der Wissenschaftler Manukjan sagt, dass die Genozid-Forschung sich heute auch stark um die Rolle des einzelnen Täters drehe. „Es gab ganz unterschiedliche Verhaltensweisen, weil es ja auch nicht einfach ist, einen Menschen zu töten.“
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