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Pakistan dementiert Gerüchte über seine Hilfe für Taliban

© REUTERS / SAIYNA BASHIRPakistans Regierungschef Imran Khan (Archiv)
Pakistans Regierungschef Imran Khan (Archiv) - SNA, 1920, 30.07.2021
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Pakistans Regierungschef Imran Khan hat Gerüchte dementiert, wonach Islamabad das Terrornetzwerk Taliban* „mit Waffen und Kämpfern“ unterstützt.
Derartige Informationen hätten „weder Hand noch Fuß“, sagte Khan in einem Interview des US-Fernsehsenders PBS. Zugleich erklärte er, dass die US-Streitkräfte ihre weiteren Operationen gegen die Taliban ohne Unterstützung Pakistans durchführen sollten.

„Wir haben weder die Möglichkeiten noch Kräfte, diesen endlosen Krieg gegen die Terroristen innerhalb unserer Grenzen zu führen. Als sich Pakistan dem von den USA entfesselten Anti-Terror-Krieg anschloss, detonierten landesweit von Selbstmordattentätern gezündete Bomben. Business und Tourismus wurden in Mitleidenschaft gezogen“, sagte Khan.

Khan plädiert für Koalitionsregierung in Kabul

Er glaube, dass es keine Alternative zu einer politischen Beilegung des Afghanistan-Konflikts gebe. Die bestmögliche Variante wäre wohl eine Koalitionsregierung. Die Versuche, den Konflikt mit militärischen Mitteln zu lösen, hätten in eine Sackgasse geführt, betonte der pakistanische Regierungschef.

US-Truppenabzug aus Afghanistan

Nach dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan liefern sich die Regierungskräfte und die Taliban Kämpfe. Die Islamisten haben bereits große Territorien auf dem Land unter ihre Kontrolle gebracht und stürmen jetzt auch Großstädte. Die Instabilität wächst insbesondere vor dem Hintergrund der US-Erklärungen, alle Truppen aus Afghanistan zum 11. September abzuziehen.
Washington und Vertreter der Taliban hatten 2020 in Doha das erste Friedensabkommen seit Beginn des Krieges vor 18 Jahren geschlossen. Laut dem Dokument sollen die ausländischen Kontingente abziehen und die Gefangenen ausgetauscht werden. Zudem sollte ein innerafghanischer Dialog aufgenommen werden.
Amerikaner in Afghanistan (Archivbild) - SNA, 1920, 24.07.2021
Pakistan entsendet sein Militär zur afghanischen Grenze

Radikalislamisches Terrornetzwerk Taliban

Die radikalislamische Bewegung Taliban wurde 1994 gegründet. Kernstück der Gruppierung waren anfangs afghanische Abgänger pakistanischer Koran-Schulen. Nach dem Einmarsch der US-Truppen in Afghanistan tauchten die Taliban unter und gingen zu einem Partisanenkrieg gegen die Zentralregierung in Kabul und die internationalen Koalitionskräfte über.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
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