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Massive Waldbrände: Russische Flugzeuge helfen bei Löscharbeiten im Süden der Türkei

© SNABE-200-Amphibienflugzeuge bei Löscharbeiten in der Türkei
BE-200-Amphibienflugzeuge bei Löscharbeiten in der Türkei - SNA, 1920, 30.07.2021
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Mehr als 60 riesige Waldbrände brachen in der Südtürkei in dieser Woche aus, die Anrainer mussten evakuiert werden. Neben einheimischen Feuerwehrkräften helfen auch drei BE-200-Amphibienflugzeuge aus Russland bei den Löscharbeiten, teilte die russische Botschaft in Ankara mit.
Auf Fernsehbildern waren meterhohe Flammen, dunkle Wolken und verkohlte Landschaften zu sehen. Durch die Brände sind bisher offiziellen Angaben zufolge drei Menschen getötet worden.
Unter den Opfern war laut staatlichem Fernsehsender TRT auch ein 25-jähriger Mann, der die Einsatzkräfte in ihrer Arbeit unterstützen wollte. Mit seinem Motorrad habe er Löschwasser transportiert, sei in einen Verkehrsunfall geraten und getötet worden.
Andere Regionen ergriffen Vorsichtsmaßnahmen und verboten etwa den Zutritt zu Wäldern, wie Anadolu berichtete. Laut dem Minister für Land- und Forstwirtschaft Bekir Pakdemirli sind unter anderem 3 Flugzeuge, 9 Drohnen, 1 unbemannter Helikopter, 1 Feuerlöschtank, 38 Helikopter, 680 Löschfahrzeuge und mehr als 4000 Rettungskräfte im Einsatz. Kritik wurde an der technischen Ausstattung laut. Umweltminister Murat Kurum gestand Fehler ein – man habe keine Löschflugzeuge im Inventar, der Fehler werde behoben.
Feuer, die in ihrer Zahl normalerweise über einen langen Zeitraum auftreten, seien innerhalb von zwei Tagen ausgebrochen, sagte Pakdemirli. Zahlreiche Brandeinsätze müssten gleichzeitig koordiniert werde – dies komme so nur selten vor. Alle Helfer seien sehr erschöpft.

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Wie Pakdemirli berichtete, starben auch viel Vieh sowie in den Wäldern lebende Tiere in den Flammen. Große landwirtschaftliche Flächen seien zerstört worden. Viele Regionen mussten evakuiert werden, auch Hotels in der Mittelmeerstadt Marmaris und in der Nähe von Bodrum waren betroffen.
Die Ermittlungen zu den Brandursachen laufen derweil weiter, sagte der Miniser– leider gebe es dazu viele Spekulationen im Netz. In den sozialen Medien wurden Vermutungen laut, Zahl und Ausmaß der Brände legten einen terroristischen Hintergrund nahe. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte, bisher seien drei Menschen im Zusammenhang mit den verheerenden Bränden festgenommen worden. Allein in Antalya seien 42 Stadtteile von dem Brand beeinträchtigt worden, viele Haushalte seien derzeit ohne Strom.
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