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Laschet sagt ab: Wahl-Shows bei ProSieben nur mit Baerbock und Scholz

© SNA / AP Photo (Collage)Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock und SPD-Kandidat Olaf Scholz
Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock und SPD-Kandidat Olaf Scholz - SNA, 1920, 30.07.2021
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Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, wird nicht an der für den September geplanten Bundestagswahl-Show des privaten TV-Senders ProSieben teilnehmen. Sowohl die CDU-Zentrale als auch der Sender sind dabei offenbar bemüht, aus Laschets Absage kein Politikum zu machen.
„Wir haben Armin Laschet angefragt, und er hat abgesagt“, teilte eine ProSieben-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA mit. Vonseiten der CDU hieß es zur Entscheidung ihres Kanzlerkandidaten: „Wir waren in Gesprächen mit ProSieben über ein Triell. Dazu hatte Herr Laschet bereits zugesagt. Diese Sendung wurde dann vonseiten von ProSieben abgesagt.“
Wie es nun im Programm steht, wird es bei ProSieben weder ein Triell noch ein Duell der Kanzlerkandidaten geben. Die geplante Sendung am Mittwoch, dem 1. September, wird ausschließlich der Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock gewidmet. SPD-Kandidat Olaf Scholz soll dann am 15. September im ProSieben-Studio auftreten und befragt werden.
Moderator Louis Klamroth wolle mit dem Publikum den potentiellen neuen Regierungschefs „auf den politischen und den privat-politischen Zahn“ fühlen, hieß es in der auf der ProSieben-Webseite veröffentlichen Ankündigung.

„Bei klassischen Wahlkampf-Auftritten im TV spulen Politik-Profis oft gebetsmühlenartig das gleiche Programm ab. Das langweilt mich, und ich glaube, viele Zuschauer:innen auch“, so Klamroth.

„Wir alle wollen wissen: Wie spontan, souverän, sympathisch und kompetent ist der Mensch, der in den kommenden Jahren meine persönlichen Lebensumstände als Bundeskanzler:in prägen wird? Auf was muss ich mich einstellen?“
Das Motto der Live-Shows, bei denen es sowohl um Politisches als auch um Privates gehen soll, laute „Unkonventionell. Direkt. Spontan“, teilte der Sender mit. „Mit der 'ProSieben-Bundestagswahl-Show' gehen wir wie schon bei den vergangenen Bundestagswahlen den anderen Weg: kein klassischer Talk, sondern politische Unterhaltung auf einem starken journalistischen Fundament, so dass sich insbesondere eine junge Zielgruppe angesprochen fühlt“, erklärte Senderchef Daniel Rosemann. „ProSieben will relevante Inhalte für alle (be)greifbar machen.“
CDU-Chef Armin Laschet und Grünen-Chefin Annalena Baerbock - SNA, 1920, 21.07.2021
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Laschets Absage – kein Politikum?

Sowohl ProSieben als auch die Union haben offenbar nicht vor, das Problem mit Laschets Absage weiter aufzubauschen und daraus ein Politikum zu machen. „ProSieben hätte gerne zu den schon im Mai angekündigten drei ‚ProSieben Bundestagswahl-Shows‘ auch ein Triell vor der Wahl gezeigt“, zitierte die „Berliner Zeitung“ einen Sprecher des Privatsenders. „Dazu hatte Armin Laschet zugesagt. Aber es war nicht möglich, einen Termin zu finden, an dem die drei Spitzenkandidaten gemeinsam Zeit haben.“
Mitte Mai hatten Baerbock und Scholz ein Fernsehduell – also ohne Kanzlerkandidat Armin Laschet – im ARD-Regionalsender Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) absolviert. Eine kurzfristig organisierte Diskussion der drei Kandidaten zu außenpolitischen Themen gab es dann Ende Juni im Ersten. Der Privatsender RTL plant ein Triell für den 29. August. Ein weiteres Mal sollen dann Laschet, Baerbock und Scholz am 12. September 90 Minuten lang in einer Live-Sendung diskutieren, die ARD und ZDF gemeinsam präsentieren wollen.
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