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US-Wissenschaftler: Delta-Variante so ansteckend wie Windpocken

© CC0 / geraltCoronavirus (Symbolbild)
Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.07.2021
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Die Delta-Variante des Coronavirus ist nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC (dt: Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten) so ansteckend wie Windpocken und kann den Schutz von Impfungen leichter durchbrechen.
Die Menge an Viren in Infizierten sei dabei deutlich höher, als bei der ursprünglichen Variante, und eine Ansteckung könne leichter weitergegeben werden, heißt es in der CDC-Präsentation, die von der „Washington Post“ veröffentlicht wurde.
Die Erkenntnisse der Behörde stellen dabei allerdings nicht die Wirksamkeit der Impfstoffe in Frage: Diese schützten auch bei Delta weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit vor schweren Verläufen oder dem Tod. Der Schutz vor Ansteckung besteht zwar auch, scheint aber schwächer zu sein. Zudem kommt die CDC zu dem Schluss, dass Delta wohl gefährlicher ist als das ursprüngliche Virus und Erkrankte eher schwere Verläufe erfahren.
Es müsse „anerkannt werden, dass sich der Krieg verändert hat“, hieß es auf einer der Folien.
Zuletzt hatte die CDC ihre Richtlinien angesichts der starken Ausbreitung der Delta-Variante angepasst und auch für Geimpfte in vielen geschlossenen Räumen wieder das Maskentragen empfohlen. Die hochansteckende Ausprägung des Virus hat in den USA nach älteren Angaben mehr als 80 Prozent Anteil an allen Infektionen – diese Zahl dürfte mittlerweile aber deutlich höher liegen.
US-Präsident Joe Biden (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.07.2021
Biden unter Druck: Impfpflicht in den USA in Sicht?

Aktueller Stand bei Corona-Impfungen in USA

Unterdessen gerät die Vakzinierungskampagne mit 50 Prozent vollständig geimpften US-Bürgern ins Schleudern, was eine Ausbreitung der Delta-Variante weiter vorantreibt. Vor diesem Hintergrund erwägt US-Präsident Joe Biden eine allgemeine Impfpflicht für Angestellte und wird mittlerweile wegen seiner abwartenden Haltung massiv unter Druck gesetzt.
Heute ist bekannt geworden, dass der US-Präsident jeder von nun an geimpften Person eine Belohnung in Höhe von 100 US-Dollar (85 Euro) zahlen lassen will. Diese soll „ein extra Anreiz“ für die Erhöhung der Impfquote sein. Außerdem kündigte er eine Impfpflicht für die Streitkräfte an.
Google und Facebook haben indes für ihre Mitarbeiter in den USA eine Impfpflicht beschlossen – diese soll in den kommenden Wochen in Kraft treten. Auch Ärzte, Zahnärzte, Krankenschwestern und andere medizinische Angestellte müssen sich nun innerhalb der nächsten acht Wochen gegen das Coronavirus impfen lassen.
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