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Hä? Berliner Clubs dürfen wieder für Gäste öffnen – nur mit PCR-Test (selbst für Geimpfte)

© AFP 2021 / JOHN MACDOUGALLDer Eingang zu Berlins legendärem KitKat-Club ziert am 2. Dezember 2020 ein Graffito mit der Aufschrift „Clubs sterben“.
Der Eingang zu Berlins legendärem KitKat-Club ziert am 2. Dezember 2020 ein Graffito mit der Aufschrift „Clubs sterben“. - SNA, 1920, 30.07.2021
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Die Berliner Senatskulturverwaltung will mit einem Pilotprojekt die Berliner Clubs wieder für Gäste öffnen. Egal ob für Geimpfte, Genesene oder Ungeimpfte – alle müssen im Voraus einen PCR-Test machen.
Von Freitagabend bis Sonntagmittag in einer Woche – vom 6. bis 8. August also – sollen sechs Berliner Clubs für dieses Pilotprojekt öffnen dürfen. Das Projekt solle unter wissenschaftlicher Begleitung der Charité aufzeigen, ob und wie Tanzveranstaltungen in Clubs „auch unter pandemischen Bedingungen in Zukunft sicher möglich sein können“, teilte die Senatskulturverwaltung am Freitag mit.
Im Rahmen des sogenannten „Clubculture Reboot“ sollen das Crack Bellmer, der Festsaal Kreuzberg, der Kitkat-Club, das Metropol, der Salon zur Wilden Renate und das SO36 ihre Innenräume öffnen. Rund 2000 Besucherinnen und Besucher werden zugelassen.
Doch zuvor sollen sie mit PCR- anstelle von Schnelltests auf das Coronavirus untersucht werden. Egal, ob sie geimpft wurden oder nicht. Alle müssten die vorgeschlagene Teststrategie durchlaufen, hieß es in der Mitteilung. Denn anders als in Konzerthäusern und Theatern seien bei einer Clubnacht weder Abstandsregeln noch eine Maskenpflicht umsetzbar, hieß es weiter. Das Ziel sei deshalb, „eine temporäre SARS-CoV-2-freie Kohorte“ für 48 Stunden zu generieren, damit sich niemand infiziere. Dabei seien hochsensitive PCR-Tests der wichtigste Baustein, da sie im Gegensatz zu Antigen-Schnelltests besser darin sind, Corona-Infizierte schon in der Frühphase aufzuspüren.

Wer bezahlt PCR-Tests danach?

Wer mitmacht, soll einige Stunden vor Projektbeginn und einige Tage danach nochmal getestet werden. Und nicht von einem beliebigen externen Anbieter, sondern nur vom Laborbetreiber „Think.Health Hygiene Solutions“, die Tests werden speziell für die Clubnacht durchgeführt. In den Clubs müssen die Feiernden dann weder Abstand halten noch Masken tragen.
Die Tickets für das Pilotprojekt sollen online verkauft werden. Die Links dazu würden über die beteiligten Clubs beworben, etwa über Internetplattformen oder Newsletter, sagte ein Sprecher der Clubcommission. Die Tickets kosten 15 Euro, zusätzlich werden zehn Euro Kaution berechnet, die man wiederbekommt, wenn man den zweiten Test gemacht hat. Das Vorhaben wird von der Senatskulturverwaltung bezuschusst.
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Jedoch bleiben einige Fragen unbeantwortet. Eigentlich sollen die Pilotprojekte die Durchsetzbarkeit einer Strategie danach überprüfen, ob die PCR-Tests als eine Art Passierschein für die künftige Öffnung von Clubs funktionieren würden. Während für das Projekt diese Tests offenbar kostenlos angeboten werden, soll die Frage heißen: Wer wird für einen Clubbesuch danach einen PCR-Test bezahlen wollen? Ein PCR-Test für Menschen ohne Symptome kostet in Berlin ansonsten wenigstens 50 Euro, öfter liegt der Preis zwischen 60 und 80 Euro. Auch wäre es mit Blick auf die bestehenden Freiheiten für Geimpfte und Genesene ein Novum, dass selbst sie einen PCR-Test machen müssten.
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