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100 Dollar als Belohnung: Biden will Impfkampagne mit finanziellen Anreizen beschleunigen

© AP Photo / Kathy WillensNew York
New York  - SNA, 1920, 30.07.2021
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Um mehr Menschen zu Corona-Impfungen zu bewegen, will US-Präsident Joe Biden jeder neu immunisierten Person eine Belohnung von 100 US-Dollar (umgerechnet 85 Euro) zahlen lassen. Außerdem kündigte er vor dem Hintergrund eines Anstiegs der Covid-19-Fälle neue Impfregeln für Regierungsangestellte sowie eine Impfpflicht für Streitkräfte an.
US-Bundesstaaten und Städte sollten für die Belohnung der Neugeimpften übrige Mittel aus dem Konjunkturpaket vom März verwenden, erklärte das US-Finanzministerium am Donnerstag. Dies solle „ein extra Anreiz sein, um die Impfquote zu erhöhen, unsere Gemeinschaften zu schützen und Leben zu retten“, hieß es.
In dem Konjunkturpaket seien 350 Milliarden US-Dollar Hilfen für Bundesstaaten, Bezirke und Kommunen vorgesehen, die oftmals noch nicht völlig abgerufen oder verplant sind. Viele Bundesstaaten und Kommunen haben aber bereits zahlreiche Anreize ausgelobt, um die Impfquote zu erhöhen, darunter auch Millionengewinne, Anleihen oder eine Belohnung für alle Geimpften.
„Ich weiß, dass die Bezahlung von Personen, die sich impfen lassen, für Leute, die bereits vakziniert sind, unfair klingen könnte“, zitiert ihn die Online-Zeitung „USA Today“. „Aber hier ist der Deal: Wenn Anreizzahlungen uns helfen, dieses Virus zu bekämpfen, sollten wir sie meiner Meinung nach nutzen. Wir alle profitieren davon, wenn wir mehr Menschen immunisieren lassen.“
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Laut den neuen Regeln für die Regierungsangestellten sollen sie entweder einen Impfnachweis vorlegen, oder sich ein bis zwei Mal pro Woche Corona-Tests unterziehen, eine Maske am Arbeitsplatz tragen und sich von anderen Mitarbeitern sozial distanzieren. Zudem sollen sie in Bezug auf Dienstreisen Beschränkungen unterliegen. Die Regelungen gelten nicht nur für mehr als zwei Millionen Angestellte, sondern auch für Mitarbeiter von Vertragspartnern, die in Regierungseinrichtungen arbeiten.
Zudem wies Biden das Verteidigungsministerium an, die Aufnahme von Covid-19-Vakzinen in die Liste der erforderlichen Impfungen für Militärangehörige zu überprüfen. Laut der Regierung sei dies besonders wichtig, da Truppen weltweit eingesetzt werden, an denen die Impfraten niedrig und Krankheiten weit verbreitet sind.
In den USA sind bislang 49 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig immunisiert. Zuletzt stieg die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante im Schnitt wieder auf rund 60.000 an.
Mehrere Unternehmen, darunter zuletzt auch Google und Facebook, haben für ihre Mitarbeiter bereits eine Impfpflicht angekündigt. Der Demokrat Biden hat sich gegen eine landesweite Impfpflicht ausgesprochen. Die Impfkampagne in den USA tritt inzwischen jedoch auf der Stelle – und das trotz einer Fülle an Präparaten und vielen Anreizen.
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