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Schockierende Aufnahmen von Tierquälerei – Ermittlungen gegen Familienbetrieb in NRW

© AFP 2021 / Money SharmaEine tote Kuh (Symbolbild)
Eine tote Kuh (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.07.2021
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Das Gesehene lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Kürzlich hat der Verein Soko Tierschutz Videoaufnahmen mit verstörenden Szenen veröffentlicht, in denen zwei Metzgerei-Mitarbeiter bis auf die Knochen abgemagerte Tiere verprügeln und über den Boden schleifen – einige sogar zu Tode. Auch die Reaktion des Unternehmens erfolgte prompt.
Tiere getreten, umhergeschleift, verprügelt: Nach den am Dienstagabend veröffentlichten Tierquälerei-Aufnahmen in der Familienmetzgerei Mecke im nordrhein-westfälischen Kreis Unna äußerte sich das betroffene Unternehmen in der Stellungnahme am Mittwoch „schockiert“.
Zu dem Unternehmen gehören eine Schlachterei, eine Metzgerei und eine geschlossene Viehsammelstelle.
Die schockierenden Aufnahmen zeigen gequälte Rinder, Pferde und Schweine. Nachdem die Mitarbeiter des Unternehmens die abgemagerten Tiere verprügelt hatten, lieferten sie diese von der Sammelstelle an Schlachtbetriebe.
„Die Aufnahmen sind uns erst seit gestern bekannt“, schrieb der Betrieb und betonte zugleich, man werde die Behörden bei der vollständigen Aufklärung der Sachverhalte umfassend unterstützen.
Demnach räumte die Unternehmensführung auch „schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz“ ein. Diese sind laut den Führungskräften von zwei Mitarbeitern begangen worden, die man „mit sofortiger Wirkung“ gekündigt habe.
Ferner gesteht die Firma:
„Tierschutzverstöße werden in unserem Unternehmen in keiner Weise geduldet. In den knapp 100 Jahren seit Bestehen des Familienunternehmens gab es bei uns keine Verstöße gegen den Tierschutz“.
Dies sieht der Tierschutzverein Soko, der sich in den letzten Tagen gegen das Unternehmen und seinen tierschutzwidrigen Umgang mit Tieren aktiv einsetzt, jedoch anders. Kürzlich veröffentlichte die Organisation auf ihrer Webseite einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1992, in dem Tierfreunde dem Firmenbesitzer Richard Mecke einen schlechten Umgang mit seinen Pferden vorwerfen.
Dass es diesmal scheinbar nicht um einen Einzelfall gehen könnte, bestätigt die Artikelüberschrift der Schutzorganisation: „Das System Mecke baut auf Ausbeutung und Tierleid. Damals wie Heute“.
Soko geht dabei von möglichen Tierversuchen aus, da die Firma Handel mit dem Blut kranker und verletzter Tiere betreibe.
Igel - SNA, 1920, 14.07.2021
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Die Viehsammelstelle war vom Kreis Unna in Abstimmung mit dem Landeslandwirtschaftsministerium bereits am vergangenen Freitag geschlossen worden. Anlass waren Hinweise der Soko, die einen „begründeten Verdacht auf massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz“ nahegelegt hatten.
Die Staatsanwaltschaft in Dortmund ermittelt nun gegen den Betrieb, nachdem die Organisation Strafanzeige gestellt und Videomaterial geliefert hatte. In der vergangenen Woche waren unter anderem Durchsuchungen an mehreren Standorten erfolgt.
In ihrem letzten Beitrag wandte sich die Soko an alle ungleichgültigen Bürger mit dem Aufruf zu einer Protestaktion an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Sie bitten hiermit um das Einreichen der Petitionen bei mehreren zuständigen Instanzen, deren E-Mail-Adressen auf der Webseite ebenfalls angegeben sind.
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