Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Das waren die zehn größten Naturkatastrophen seit Anfang der 2000er-Jahre

© AP Photo / SUZANNE PLUNKETTEine von Schlamm verkrustete Puppe liegt vor einem ehemaligen Spielzeugladen auf einem Markt in der von Tsunami betroffenen Stadt Banda Aceh, Indonesien (26.01.2005)
Eine von Schlamm verkrustete Puppe liegt vor einem ehemaligen Spielzeugladen auf einem Markt in der von Tsunami betroffenen Stadt Banda Aceh, Indonesien (26.01.2005) - SNA, 1920, 28.07.2021
Abonnieren
Am heutigen Mittwoch wird der Welttag des Naturschutzes begangen. Aus diesem Anlass haben wir eine Liste mit den größten Naturkatastrophen nach der Zahl der Todesopfer seit Anfang der 2000er-Jahre zusammengestellt.
Innerhalb der nächsten 30 Jahre müssen rund 1,2 Milliarden Menschen ihre Heimat verlassen. Das folgt aus der Analyse „Erstes ökologisches Bedrohungsregister“, die das Institut für Wirtschaft und Frieden (Institute for Economics and Peace, IEP) mit Sitz im australischen Sydney im Herbst 2020 präsentiert hat. Der Grund dafür sei die Klimakrise und das Bevölkerungswachstum, die zu einem Anstieg der Migration mit „enormen Auswirkungen” sowohl für die Entwicklungsländer als auch für die Industrieländer führen würden. Wir präsentieren Ihnen die zehn größten Naturkatastrophen, die sich auf unserem Planeten seit Anfang der 2000-er Jahre ereignet haben und Hunderttausende Leben forderten.

1. Dürre 2010 (Somalia)

In Ostafrika waren von der schweren Dürre 2010 insgesamt dreizehn Millionen Menschen betroffen. In Somalia brach eine Hungerkatastrophe aus, die zwischen Oktober 2010 und April 2012 laut dem Bericht der Uno 258.000 Menschen tötete. 133.000 der Opfer seien Kinder unter fünf Jahren gewesen. Das waren zehn Prozent der Kinder im Land.

2. Erdbeben und Tsunami 2004 (Indischer Ozean)

Bei dem Tsunami, der sich am 26. Dezember 2004 ereignete, starben mehr als 230.000 Menschen, teilt die Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (National Oceanic and Atmospheric Administration, NOAA) mit. Die genaue Zahl der Toten ließ sich nicht feststellen. Viele Todesopfer wurden aus Furcht vor Seuchen ohne genaue Zählung rasch in Massengräbern beerdigt. Menschen kamen sowohl wegen der direkten Einwirkung der Flutwellen als auch wegen deren Folgeerscheinungen ums Leben. Fast alle Trinkwasserquellen der betroffenen Gebiete wurden durch das Unglück verunreinigt.
Überschwemmung in Deutschland - SNA, 1920, 23.07.2021
Hochwasser in Deutschland
Flutkatastrophe in Deutschland: Folge der Erderhitzung?
Mit einer Stärke von mindestens 9,2 auf der Richter-Skala ist es eines der stärksten je gemessenen Beben. Es erzeugte an der Wasseroberfläche riesige Wellen, die sich mit der Geschwindigkeit eines Flugzeugs ausbreiteten und mit großer Wucht auf Land trafen – zuerst in Indonesien, dann in Thailand, schließlich in Sri Lanka und Indien. Auch Somalia, Myanmar, die Malediven, Malaysia, Tansania, die Seychellen, Bangladesch und Kenia waren betroffen. In mehreren dieser Länder verbrachten ausländische Touristen ihren Urlaub. Mehr als 9000 davon starben oder galten als verschollen. Ums Leben kamen damals unter anderem 534 Deutsche, 110 Schweizer und 86 Österreicher.

3. Erdbeben 2010 (Haiti)

Am 12. Januar 2010 kam es in Haiti zu einem schweren Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richterskala, das mindestens 200.000 Todesopfer forderte. Mehr als 300.000 Menschen wurden verletzt, fast zwei Millionen obdachlos, so das Portal „Welthungerhilfe“. Das Epizentrum lag etwa 25 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Port-au-Prince. Insgesamt waren über drei Millionen Menschen, etwa ein Drittel der Bevölkerung des Landes, betroffen.

4. Zyklon Nargis 2008 (Myanmar)

Der Zyklon Nargis bildete sich am 27. April 2008 im Golf von Bengalen und drehte sich in östliche Richtung. Die Windgeschwindigkeiten erreichten nach Angaben des National Hurricane Centers Werte von bis zu 215 Stundenkilometern. Der Wirbelsturm löste sich am 3. Mai im Grenzgebiet zwischen Myanmar und Thailand. Tausende Häuser zerstörte der Zyklon, die Anzahl der Todesopfer wurde auf mindestens 100.000 geschätzt, so NOAA. Betroffen waren Myanmar, Sri Lanka, Indien und Bangladesch. Nach Angaben des belgischen Zentrums für die Forschung über die Epidemiologie von Katastrophen (Centre for Research on the Epidemiology of Disasters, CRED) gab es 138.366 Tote.

5. Erdbeben 2008 (China)

Im selben Jahr ereignete sich ein schweres Erdbeben der Stärke 7,9 in der chinesischen Provinz Sichuan und daran angrenzenden Gebieten. Wegen dieser Naturkatastrophe starben laut CRED mindestens 87.476 Menschen. Darüber hinaus wurden über fünf Millionen Gebäude beschädigt. 5,8 Millionen Menschen wurden obdachlos und über 370.000 verletzt.
Überschwemmung in Deutschland - SNA, 1920, 21.07.2021
Hochwasser in Deutschland
Klimawandel als sichere Ursache der Hochwasserkatastrophe? – Klimaforscher bringt es auf den Punkt

6. Erdbeben 2005 (Pakistan)

Am 8. Oktober 2005 kam es zu einem Erdbeben der Stärke 7,6 in Pakistan. Das Epizentrum lag in der Region Kaschmir. Zu der Zeit galt es als das schwerste in der von zahlreichen Erdbeben heimgesuchten südasiatischen Region seit 100 Jahren. Das Beben verursachte Zerstörungen in Nordpakistan, Afghanistan und Nordindien. Laut NOAA kamen damals mindestens 86.000 Menschen ums Leben. Mehr als 140.000 weitere Personen erlitten Verletzungen. Über 780.000 Gebäude wurden zerstört oder zum Teil schwer beschädigt, rund vier Millionen Menschen wurden obdachlos.

7. Hitzewelle 2003 (Europa)

Im Sommer 2003 brach eine schwere Hitzewelle in Europa aus. Ihr Höhepunkt fiel auf die erste Augusthälfte. Betroffen waren Portugal, Spanien, Italien, Belgien, Großbritannien, die Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, die Slowakei, Slowenien und am stärksten Frankreich. Die Höchsttemperatur von 47,3 Grad Celsius wurde in der südportugiesischen Region Alentejo gemessen. Der Hitzesommer brachte etwa 70.000 Menschen in Westeuropa den Tod, 7000 davon waren Deutsche.

8. Hitzewelle 2010 (Russland)

Wegen der Hitzewelle im Sommer 2010 starben in Russland ungefähr 55.800 Menschen. „Im Zusammenhang mit der anomalen Hitze, natürlichen Waldbränden und dem Rauch in der Russischen Föderation starben im Juli dieses Jahres 14.500 Menschen und im August 41.300 mehr Menschen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres”, teilte das russische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung Ende Oktober 2010 mit. Die Höchsttemperaturen mit dem Wert von 41,1 Grad Celsius wurden damals in der zentralrussischen Stadt Tambow und dem südrussischen Wolgograd registriert.
Bei den Wald- und Torfbränden, die im Juli und August 2010 in mehreren Teilen Russlands tobten, kamen mindestens 60 Menschen ums Leben. Mehr als 2500 Häuser brannten ab. Mehrere Wochen herrschte in Moskau ein schwerer Smog, die Deutsche Botschaft wurde vorübergehend geschlossen. Auch in der Metro waren die Rauchschwaden zu spüren.
Aufräumarbeiten nach Hochwasser in Ahrweiler, Deutschland - SNA, 1920, 21.07.2021
Hochwasser in Deutschland
Tourismus im Krisenmodus: Auf Corona folgt die Hochwasserkatastrophe

9. Erdbeben 2003 (Iran)

Am 26. Dezember 2003 ereignete sich im Südosten des Iran ein Erdbeben der Stärke 6,6. Die Naturkatastrophe zerstörte Teile der Stadt Bam völlig. Dabei kamen 26.271 Menschen ums Leben. Weitere 30.000 erlitten Verletzungen.

10. Erdbeben 2001 (Indien)

Im indischen Bundesstaat Gujarat brach am 26. Januar 2001 ein Erdbeben der Stärke 7,7 aus. Dabei starben laut NOAA 20.005 Menschen, mehr als 166.000 wurden verletzt, fast 1,8 Millionen obdachlos. Rund 332.000 Gebäude wurden zerstört.

Düstere Prognose für 2050 und Statistik

„Klimaveränderungen, insbesondere die Erwärmung der globalen Temperaturen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit wetterbedingter Naturkatastrophen wie Dürreperioden und die Intensität von Stürmen und die Entstehung feuchterer Monsune“, so IEP. Wenn sich Naturkatastrophen mit der gleichen Geschwindigkeit wie in den letzten Jahrzehnten ereignen, könnten bis 2050 weltweit 1,2 Milliarden Menschen in die Flucht getrieben werden, hieß es.
Die meisten Todesfälle durch Naturkatastrophen hat demnach der asiatisch-pazifische Raum mit über 581.000 seit 1990 zu verzeichnen.
Erdbeben haben die meisten Todesopfer in der Region gefordert, hieß es. Es seien über 319.000 Todesopfer gewesen, gefolgt von Stürmen mit 191.000.
Die häufigste Naturkatastrophe seit 1990 waren Überschwemmungen. Sie machten 42 Prozent der registrierten Naturkatastrophen aus.
Was Europa betrifft, so waren auch hier Überschwemmungen die häufigste Naturkatastrophe – auf sie entfallen 35 Prozent der registrierten Katastrophen.
Laut einem Bericht der Weltbank, der 2016 veröffentlicht wurde, waren in der Dekade von 2005 bis 2014 durchschnittlich 17 Millionen Menschen pro Jahr von Naturkatastrophen betroffen. In der Dekade 1976 bis 1985 waren es noch 60 Millionen Menschen gewesen. Zugleich verzehnfachten sich die dabei entstandenen Kosten von 14 auf mehr als 140 Milliarden US-Dollar pro Jahr, hieß es.

Die tödlichsten Naturkatastrophen 2020

Die Überschwemmungen und Sturzfluten in Pakistan waren die tödlichsten Naturkatastrophen des vergangenen Jahres, teilte das Portal Statista unter Verweis auf die Jahresbilanz der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft „Munich Re“ mit.
Infografik: Die tödlichsten Naturkatastrophen 2020 | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала