Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Corona-Impfpflicht für Angestellte des Bundes? US-Regierung erwägt heikle Maßnahme

© AP Photo / Evan VucciUS-Präsident Joe Biden
US-Präsident Joe Biden - SNA, 1920, 28.07.2021
Abonnieren
Wegen der steigenden Zahlen der Covid-19-Neuinfektionen und vermehrter Impfskepsis rückt die Frage nach der allgemeinen Impfpflicht für Mitarbeiter in den USA immer stärker in den Fokus. Laut US-Präsident Joe Biden zieht die US-amerikanische Regierung diese Option zurzeit in Erwägung.
Sollte die amerikanische Regierung doch beschließen, dem Beispiel einiger europäischer Staaten zu folgen, würde es eine Impfpflicht für mehr als zwei Millionen US-Mitarbeiter bedeuten.
„Das wird zur Zeit geprüft“, beteuerte US-Präsident Joe Biden auf die Frage einer Journalistin nach einer Impfpflicht für Angestellte des Bundes.
„Aber falls Sie nicht geimpft sind, dann sind Sie nicht annähernd so intelligent wie ich dachte“, sagte Biden am Dienstag (Ortszeit) bei einem Besuch des Büros der Geheimdienstkoordinatorin (ODNI) weiter.
Der Demokrat Biden hatte sich zwar gegen eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen, mittlerweile bezeichnete er aber den Anstieg der Covid-19-Ansteckungszahlen am Donnerstag ausdrücklich als „Pandemie unter den Nichtgeimpften“. Die Impfkampagne in den USA gerät inzwischen jedoch ins Stocken – und das trotz einer Fülle an Impfstoffen und vielen Impfanreizen.
Politisch könnte aber selbst eine auf die Angestellten der Regierung begrenzte Impfpflicht heikel werden: Viele Republikaner dürften dies als Eingriff in die individuelle Freiheit zurückweisen. Falls die Impfungen damit zum politischen Zankapfel werden sollten, dürfte es noch schwieriger werden, kritische oder zögernde Anhänger der Republikaner zum Impfen zu bewegen.
US-Präsident Joe Biden (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.07.2021
Biden unter Druck: Impfpflicht in den USA in Sicht?

Erste Impfpflicht beschlossen

Erst am Montag hatte das Veteranenministerium erklärt, dass die medizinischen Mitarbeiter der Krankenhäuser für die früheren Militärangehörigen sich nun gegen das Coronavirus impfen lassen müssen. Ärzte, Zahnärzte, Krankenschwestern und andere medizinische Angestellte haben acht Wochen Zeit, sich die Spritzen geben zu lassen. Bei der Anordnung handelte es sich um die erste Impfpflicht einer größeren Bundesbehörde. Die Ministerien und Behörden des Bundes beschäftigten dem wissenschaftlichen Dienst des Kongresses zufolge 2020 knapp 2,2 Millionen zivile Mitarbeiter.
Auch in der Metropole New York und dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien müssen sich städtische beziehungsweise staatliche Angestellte künftig gegen Corona impfen lassen. Nicht geimpfte Mitarbeiter müssen sich regelmäßig auf eine Corona-Infektion testen lassen.
In den USA sind bislang erst 49 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen durchgeimpft. Zuletzt stieg die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante im Schnitt wieder auf fast 50.000 an.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала