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Mit 15 nach Syrien begeben: IS-Rückkehrerin aus Sachsen-Anhalt angeklagt

© AP Photo / Amr NabilBurka (Symbolbild)
Burka (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.07.2021
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Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen eine 21-Jährige Deutsche wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft im „Islamischen Staat“ * erhoben. Leonora M. soll mit 15 Jahren nach Syrien ausgereist sein, sich dort der Terrormiliz angeschlossen und ein Mitglied geheiratet haben. Sie wurde nach ihrer Rückkehr im Dezember 2020 festgenommen.
Die Anklage vor dem Oberlandesgericht Naumburg sei bereits am 7. Juli erhoben worden, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Mittwoch mit. Die Angeschuldigte sei hinreichend verdächtig, sich in drei Fällen als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) beteiligt zu haben. Zudem werden ihr Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- sowie das Waffengesetz zur Last gelegt.
Die junge Frau hatte sich laut Staatsanwaltschaft im März 2015 in das Herrschaftsgebiet des IS begeben, um sich diesem anzuschließen und „sich am Aufbau eines religiös-fundamentalistischen Staates nach den Regeln der Scharia zu beteiligen“.
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Afghanistan
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Dort sei sie „Drittfrau“ eines im IS-Sicherheitsapparat tätigen Mitglieds gewesen und habe zwei Kinder bekommen. Sie habe auch für den IS gearbeitet und unter anderem Frauen von IS-Kämpfern ausgeforscht.
„Für ihre Tätigkeiten für die terroristische Vereinigung erhielt die Angeschuldigte von dieser monatlich einen Geldbetrag“. Zusammen mit ihrem Mann soll Leonora M. eine Jesidin als Sklavin gehalten und diese mit ihren beiden Kleinkindern dann weiter verkauft haben.
Ende Januar 2019 stellte sich die Angeschuldigte, so die Staatsanwaltschaft, kurdischen Einheiten, nachdem sie zuvor aufgrund der weitreichenden Gebietsverluste des „Islamischen Staates“ im syrischen IS-Gebiet umhergezogen war. Bis zu ihrer Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland am 20. Dezember 2020 befand sie sich in verschiedenen Flüchtlingslagern.
Leonora M. wurde nach ihrer Einreise im Dezember 2020 festgenommen und befand sich bis Januar in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Eingang der Anklageschrift. Die Anklage werde zunächst vom Senat geprüft, sagte ein Sprecher des OLG in Naumburg. Auf der Grundlage werde die Entscheidung getroffen, ob sie zur Hauptverhandlung zugelassen werde oder nicht. Zum zeitlichen Ablauf machte der Sprecher keine Angaben.
* Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten.
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