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Kolumbien weist deutsche Staatsbürgerin wegen Beteiligung an Anti-Regierungsprotesten aus

© AFP 2021 / PAOLA MAFLAProteste in Cali, Kolumbien
Proteste in Cali, Kolumbien - SNA, 1920, 28.07.2021
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Eine deutsche Staatsbürgerin hat laut kolumbianischen Behörden an Anti-Regierungsprotesten teilgenommen und muss nun deswegen das Land verlassen.
Die 34-jährige Rebecca S. habe sich an Aktionen beteiligt, „die nichts mit ihrem Status als Touristin zu tun hatten und die öffentliche Ordnung beeinträchtigten“, begründeten die kolumbianischen Behörden ihre Entscheidung über die Ausweisung.
Laut AFP publizierte die Deutsche regelmäßig Fotos und Videos von Protesten in der Stadt Cali, die als Zentrum der Proteste gilt, in Online-Netzwerken. Am Freitag schrieb sie auf Facebook, sie sei Opfer eines bewaffneten Angriffs geworden. Ein Freund, der sie beschützte, soll mehrere Schusswunden am Körper und Kopf erlitten haben. Die Behörden bestätigten den Angriff aber nicht.
Wie Deutschlands Botschafter Peter Ptassek zuletzt auf Twitter erklärte, verfolge er die Entwicklung der Situation um Rebecca mit Besorgnis. Kontakt zu ihr sowie zu den örtlichen Behörden sei aufgenommen worden.
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Die Proteste in Kolumbien hatten Ende April mit einem landesweiten Streik begonnen, der sich gegen eine geplante Steuerreform und andere wirtschaftliche sowie soziale Maßnahmen der Regierung richtete. Die Reform wurde später zurückgezogen, doch die Proteste richten sich nun allgemein gegen die Regierung.
Bei den Protesten kommt es neben friedlichen Märschen auch zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den Demonstrierenden und der Polizei; mehrmals gab es landesweit Krawalle, Plünderungen und Vandalismus. Tausende Menschen, darunter auch Polizeibeamte, sollen verletzt worden sein. 25 Menschen sind nach offiziellen Angaben ums Leben gekommen, nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten gibt es gar mehr als 80 Todesopfer zu beklagen.
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