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WHO besorgt über Verbreitung elektronischer Zigaretten

© CC0 / Annette1209Zigaretten (Symbolbild)
Zigaretten (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.07.2021
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dazu aufgerufen, Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung elektronischer Zigaretten zu ergreifen und unter anderem auch Warnhinweise zu Gesundheitsschäden auf derartige Produkte aufzutragen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten 8. WHO-Bericht über Schäden durch Tabakkonsum hervor.
„Derartige Produkte (elektronische Zigaretten – Anm. d. Red.) werden oft gegenüber Kindern und Jugendlichen von den Herstellern aus der Tabakindustrie und aus verwandten Branchen angepriesen, die Tausende verlockende Düfte und irreführende Erklärungen zu ihren Erzeugnissen aufbieten. Die WHO ist darüber besorgt, dass Kinder, die solche Produkte konsumieren, in Zukunft dreimal öfter zu Tabakerzeugnissen greifen“, heißt es in dem Bericht.
Die Organisation empfiehlt den Regierungen, Normativakte anzunehmen, um Nichtraucher davon abzuhalten, mit dem Rauchen zu beginnen, die Rückkehr zum Rauchen in der Gesellschaft zu verhindern und künftige Generationen davor zu schützen.
Die WHO schlägt den Regierungen unter anderem vor, eine Politik zu konzipieren, die den Maßnahmen zum Kampf gegen übliche Zigaretten analog wäre, und die Bevölkerung auf diese Weise gegen elektronische Zigaretten zu schützen und deren Verbreitung unter Kindern, Jugendlichen und anderen vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu verhindern.
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Nach Schätzung der WHO sind heute weltweit rund 5,3 Milliarden Menschen mit grafischen Mahnungen über Gesundheitsschäden durch das Rauchen bekannt. Das seien Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen, Bilder oder andere gesetzlich vorgesehene Mittel. Diese Maßnahmen hätten sich jedoch mit dem Auftauchen von neuen Rauchvorrichtungen wie elektronischen Zigaretten als unzureichend erwiesen.
Wie der Direktor des Departements für Gesundheitsförderung der WHO, Ruediger Krech, in einem Kommentar zum WHO-Bericht sagte, seien die genannten Produkte sehr vielfältig und entwickelten sich rasch. Einige davon könnten vom jeweiligen Nutzer selbst geändert werden, so dass ihr Nikotingehalt und Risikoniveau nur schwerlich geregelt werden könnten. Andere würden als „nikotinfrei“ angeboten, enthielten jedoch ein Ingrediens, das einen süchtig mache. Dabei handele es sich nur um eine der Methoden, mit denen die Industrie die Maßnahmen zur Tabakbekämpfung weiter untergrabe.
Die WHO verweist darauf, dass 32 Länder den Verkauf elektronischer Rauchsysteme verboten haben. Weitere 79 Länder haben den Konsum solcher Produkte in der Öffentlichkeit sowie Werbung und Sponsoring in diesem Bereich untersagt.
Nach WHO-Angaben ist die Zahl der Tabakraucher derzeit in den meisten Ländern zurückgegangen. Trotzdem liege die Zahl der Raucher weltweit bei einer Milliarde. 80 Prozent von ihnen leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen der Bevölkerung.
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