Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Umgang mit N-Wort: Palmer springt Baerbock zur Seite – aber sie wollte ihn dafür rauswerfen

© REUTERS / POOLAnnalena Baerbock, Co-Vorsitzende der Grünen Kanzlerkandidatin, spricht im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin auf einer Pressekonferenz über die Folgen der Flutkatastrophe.
Annalena Baerbock, Co-Vorsitzende der Grünen Kanzlerkandidatin, spricht im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin auf einer Pressekonferenz über die Folgen der Flutkatastrophe. - SNA, 1920, 27.07.2021
Abonnieren
Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat nach dem kürzlichen Patzer der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit dem N-Wort dieser den Rücken gestärkt. Aber sie wollte ihn für die Verwendung des Wortes im Mai noch aus der Partei ausschließen.
„Ich finde, dass sie dieses Mal alles richtig gemacht hat in der Kommunikation zu dem Thema“, sagte Palmer der „Bild“-Zeitung zu Baerbock. An der Diskussion sei „wirklich nichts kritikwürdig“.
Zuvor hatte Baerbock wegen eines Gesprächs bei „Tachles Arena“ über Rassismus für viel Aufsehen gesorgt. Dabei erzählte sie vom Sohn einer Bekannten von ihr, der eine Bildergeschichte zu einem Arbeitsblatt schreiben sollte, auf dem das N-Wort stand. Der Schüler habe sich geweigert, eine Bildergeschichte zu dem Arbeitsblatt zu schreiben. Doch statt es als N-Wort zu bezeichnen, sprach Baerbock das Wort „Ne**r“ voll aus und erntete viel Kritik dafür. Für den Fehler hat sie sich bereits entschuldigt.
„Leider habe ich in der Aufzeichnung des Interviews in der emotionalen Beschreibung dieses unsäglichen Vorfalls das Wort zitiert und damit selbst reproduziert“, schrieb Baerbock auf Twitter. Das Wort wurde in der Aufzeichnung mit einem Piepton übertönt.

Parteiausschlussverfahren gegen Palmer wegen des N-Wortes

„Dieses Arbeitsblatt ist ein No-Go“, sagte Palmer weiter. „Wenn dieses Arbeitsblatt existiert – davon gehe ich aus, sonst macht dieses Gespräch für mich keinen Sinn – dann ist es ein No-Go und darf nicht sein.“ Dabei läuft gegen Palmer gerade ein Parteiausschlussverfahren, von Baerbock initiiert, weil er im noch im Mai selbst das N-Wort in einem Facebook-Post genutzt hatte. Palmer hatte es Wort im Zusammenhang mit dem Ex-Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo gebraucht – ironisch gemeint, wie er dann erklärte. Baerbock lehnte die Äußerung von Palmer jedoch als „rassistisch und abstoßend ab“. Boris Palmer habe deshalb „unsere politische Unterstützung verloren“, schrieb sie weiter auf Twitter.
Grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock spricht während ihrer Buchpräsentation in Berlin, Deutschland, 17. Juni 2021. - SNA, 1920, 26.07.2021
Nach heftigem Unmut: Baerbock entschuldigt sich für N-Wort in Interview
Palmer verteidigte Baerbock auch gegen Vorwürfe der Doppelmoral, nachdem sie ihn selbst so behandelt hatte. „Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was sie gemacht hat, und dem, was ich gemacht habe“, sagte Palmer weiter gegenüber „Bild“. Palmer hat nach eigenen Aussagen das Parteiausschlussverfahren auch selbst gewollt, um die Sache zu klären.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала