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Zwei Todesopfer und mehrere Verletzte nach Explosion in Chempark Leverkusen – Fotos und Videos

CC BY 3.0 / Rolf Heinrich, Köln / Wikimedia CommonsChempark Leverkusen (Archiv)
Chempark Leverkusen (Archiv) - SNA, 1920, 27.07.2021
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Im Chempark Leverkusen ist es am Dienstagmorgen aus unbekannter Ursache zu einer Explosion gekommen. Nach Angaben der Stadt starb ein Mitarbeiter, mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt, weitere vier werden vermisst.
Die Explosion mit anschließendem Brand ereignete sich laut der Betreiberfirma Currenta im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig gegen 09.40 Uhr. Mehrere Beschäftigte hätten sich Verletzungen zugezogen.
Neues zum Thema: nach aktualisierten Angaben der Kölner Polizei liegt die Zahl der Verletzten bei 31. Bei den Rettungsarbeiten ist ein zweites Todesopfer gefunden worden, teilte der Betreiber Currenta am Dienstagabend mit.
Der Stadt Leverkusen zufolge konnten Rettungskräfte einen vermissten Mitarbeiter nur noch tot bergen. Bei dem Ereignis seien 16 Mitarbeiter verletzt worden, zwei davon schwer.

„Wir sind tief betroffen über diesen tragischen Unfall und den Tod eines Mitarbeiters. Unser besonderes Mitgefühl gilt vor allem den Angehörigen, aber auch den Kollegen, die mit ihm zusammengearbeitet haben“, sagte der Chempark-Leiter Lars Friedrich.

Die Identität des Todesopfers sei vorerst aber nicht klar.
Ein Tank mit Lösungsmitteln brannte nach Informationen der Stadt. Das Feuer sei nun gelöscht. Der Standort sei stabil. Luftmesswagen seien im Einsatz.

„Die Messwerte sind aktuell im 'grünen Bereich'”, teilte die Stadt Leverkusen mit.

Friedrich sagte aber bei einer Pressekonferenz, es bestehe noch immer eine Gefährdungslage.
Die Betriebe im Chempark seien in einen sicheren Zustand gebracht worden. Aufgrund der temporär nicht gesicherten Stromversorgung des Standortes seien alle administrativ tätigen Mitarbeiter vorsorglich gebeten worden, den Standort zu verlassen.
Die Polizei schrieb auf Twitter, die Situation in Leverkusen-Wiesdorf sei aktuell noch „unübersichtlich”. Wegen einer „größeren Schadenslage im Bereich Leverkusen” sei es zu Straßensperrungen gekommen. Die Anwohner seien aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ordnete nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur das Ereignis in die Warnstufe „Extreme Gefahr“ ein.
Die Feuerwehr Köln ist nach eigenen Angaben in einem Unterstützungseinsatz für die Feuerwehr Leverkusen. Betroffen sei das Gelände einer Müllverbrennungsanlage. Die Autobahnen A1, A3, A59 und das Kreuz Leverkusen-West wurden nach Behördenangaben gesperrt. Den Polizisten zufolge sind Autobahnkreuz Leverkusen West und A1 (beide Fahrtrichtungen) wieder freigegeben.
„Die innerstädtischen Verkehrssperrungen bleiben vorerst bestehen.”
Auf Twitter veröffentlichte die Feuerwehr das Foto einer großen Rauchsäule im Chempark, die weithin sichtbar sei. Laut der Stadt zieht die Wolke Richtung Opladen. Bürrig, Rheindorf und Opladen seien insbesondere betroffen. Die Warn-App Nina wurde ausgelöst. Die Sirenen in der Stadt heulten.
Später gab die Feuerwehr auf Twitter bekannt, die Intensität der Rauchentwicklung habe sich indes deutlich reduziert. Die Messungen würden vorsorglich fortgeführt.
Von dem Vorfall sei bisher nur das Stadtgebiet Leverkusen betroffen, twitterte die Regierung der Stadt Köln. Für Köln bestehe aktuell keine Gefahr.
In den sozialen Netzwerken gibt es viele Aufnahmen aus der nordrhein-westfälischen Stadt, die die Rauchsäule zeigen. Wer draußen sei, soll in ein Gebäude gehen, so die Stadt.
Die Polizei forderte die Einwohner auf, den Bereich großräumig zu meiden. Die Straßen sollten für die Einsatzkräfte freigehalten werden.
Möglicherweise handele es sich um eine Verpuffung in einer Mülldeponie, berichtet der Sender ZDF unter Verweis auf die Feuerwehr. Medienberichten zufolge erschütterte die Explosion das ganze Stadtgebiet und war auch im weiter entfernten Bergisch Gladbach zu hören.
Der Chempark Leverkusen hat eine Gesamtgröße von 480 Hektar und ist der Sitz von 200 Unternehmen, darunter der Konzerne Bayer, AkzoNobel, Covestro, Evonik Industries und TALKE-Emmerich. Zuvor berichteten Medien, eine Entsorgungsanlage im Bayer-Werk sei betroffen.
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