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Afghanische Armee vertreibt Taliban aus wichtigem Grenzgebiet

© AP Photo / Rahmat GulUnterstützer der Taliban an der afghanisch-pakistanischen Grenze
Unterstützer der Taliban an der afghanisch-pakistanischen Grenze - SNA, 1920, 27.07.2021
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Afghanische Sicherheitskräfte haben die Taliban laut lokalen Medien aus dem Bezirk Kaldar vertrieben, einem strategisch wichtigen Gebiet im Norden Afghanistans an der Grenze zu den zentralasiatischen Republiken Usbekistan und Tadschikistan.
Der Einsatz zur Befreiung Kaldars von den Taliban fand Medien zufolge am gestrigen Montag statt. In schweren Kämpfen haben die regulären afghanischen Sicherheitskräfte gemeinsam mit lokalen Unterstützern die Islamisten aus dem Bezirk vertrieben. Nach offiziellen Angaben wurden dabei circa 20 Taliban-Kämpfer getötet.
Der Bezirk Kaldar, am Grenzfluss Amudarja gelegen, war Berichten zufolge vor einem Monat an die Taliban gefallen. Dort befindet sich unter anderem die Stadt Hairatan: ein wichtiger Grenzübergang von und nach Usbekistan.
Den Erfolg erzielte die afghanische Armee durch den Einsatz hochmobiler Brigaden, die auf die Einnahme von strategischen Schlüsselstellungen spezialisiert sind. Diese Einheiten sind im Vergleich zu regulären Verbänden besser ausgerüstet und ausgebildet.
Diese Erfolge melden die Spezialeinheiten auch via Twitter. So heißt es in einem Eintrag des Special Operations Command der afghanischen Armee: „Der Kaldar-Bezirk in der Provinz Balch ist von den Taliban-Terroristen befreit worden. Im Ergebnis ist der Bezirk von den Taliban-Terroristen gesäubert worden.“
Die Befreiung des Grenzbezirks ist Teil einer größeren Offensive der afghanischen Armee. „Wir hatten Zusammenstöße in 25 Provinzen, wobei die afghanischen Kräfte Fortschritte erzielten“, erklärte ein Sprecher der Afghanischen Nationalen Sicherheitskräfte gegenüber Medien. Bei den Offensiven diese Woche sind dem Sprecher zufolge an die 1500 Taliban-Kämpfer getötet und circa 800 verletzt worden.

Eskalation der Sicherheitslage

Seit die Nato mit dem Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan begonnen hat, waren die Taliban landesweit auf dem Vormarsch, auch unter Einsatz von schwerer Raketenartillerie. Dabei eroberten die Kämpfer eigenen Angaben zufolge bis zu 85 Prozent des afghanischen Territoriums sowie bis zu 90 Prozent der afghanischen Grenzgebiete.
In den Nachbarländern Afghanistans, besonders in den zentralasiatischen Ex-Sowjetrepubliken Usbekistan und Tadschikistan, wuchs die Sorge vor zunehmender Instabilität und humanitären Katastrophen wegen Flucht und Vertreibung in den umkämpften Gebieten. Zeitweise flohen mehr als 1000 afghanische Soldaten aus Angst um ihr Leben vor den islamistischen Taliban-Kämpfern in das Nachbarland Tadschikistan.
Soldat der afghanischen Nationalarmee an der Grenze des Landes - SNA, 1920, 24.07.2021
Afghanische Armee tötet Schatten-Gouverneur der Taliban
Ungeachtet der Zuspitzung der Sicherheitslage planen die USA, ihre Soldaten bis zum August vollständig aus Afghanistan zurückzuholen. Sie hatten gemeinsam mit Nato-Partnern kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in Afghanistan interveniert – unter anderem mit dem Ziel, das Land zu befrieden und von islamistischen Terroristen zu befreien. Unterdessen erreicht die Zahl toter und verwundeter Zivilisten in Afghanistan nach Angaben der Vereinten Nationen „neue Rekorde“. Demnach wurden seit dem Beginn des Truppenabzugs über 1600 Zivilisten getötet, mehr als 3250 wurden verletzt.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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