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Afghanistan
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Zahl der zivilen Opfer beispiellos hoch – UN-Bericht zu Afghanistan

© SNA / Said Sakeria  / Zur BilddatenbankMenschen auf einer Straße in Kabul
Menschen auf einer Straße in Kabul - SNA, 1920, 26.07.2021
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Die Zahl der Toten und Verletzten unter der Zivilbevölkerung in Afghanistan hat im ersten Halbjahr 2021 laut dem jüngsten Bericht der Hilfsmission der Vereinten Nationen in diesem Land (UNAMA ) ein Rekordhoch erreicht.
„Die Zahl der zivilen Opfer betrug 5183 (1659 Tote und 3254 Verletzte), das sind 47 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2020“, heißt es in dem Bericht.
Die Vereinten Nationen warnen, dass 2021 ohne eine signifikante Deeskalation der Gewalt in Afghanistan zum Jahr mit der höchsten Zahl dokumentierter ziviler Opfer werden könnte, seit die Mission die Zählung aufgenommen hat.
Anfang April berichtete UNAMA, dass die Zahl der getöteten und verletzten Zivilisten in Afghanistan im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 30 Prozent gestiegen ist.
Soldat der afghanischen Nationalarmee an der Grenze des Landes - SNA, 1920, 24.07.2021
Afghanische Armee tötet Schatten-Gouverneur der Taliban
Die Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und der radikal-islamistischen Taliban-Bewegung* verschärften sich nach der Ankündigung von US-Präsident Joe Biden am 14. April, den US-Einsatz in Afghanistan – den längsten US-Einsatz im Ausland – zu beenden. Die Taliban haben in ländlichen Gebieten bereits bedeutende Gebiete erobert und eine Offensive gegen Großstädte gestartet. Mehr als 95 Prozent der US-Truppen haben das Land bereits verlassen. Schluss mit dem US-Einsatz sollte ursprünglich am 11. September sein, doch laut Biden endet die Mission etwas früher, nämlich am 31. August.
Im Jahr 2020 unterzeichneten Washington und Vertreter der Taliban das erste Friedensabkommen seit mehr als 18 Jahren Krieg. Es sieht den Abzug ausländischer Truppen und den Beginn eines interafghanischen Dialogs nach einem Gefangenenaustausch vor.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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