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Russisches ISS-Andockmodul kontrolliert im Pazifik versenkt

© SNA / Roskosmos/Oleg Nowizki / Zur BilddatenbankRussisches Andockmodul "Pirs" nach dem Abkoppeln von der Internationalen Weltraumstation ISS. 26. Juli 2021
Russisches Andockmodul Pirs nach dem Abkoppeln von der Internationalen Weltraumstation ISS. 26. Juli 2021 - SNA, 1920, 26.07.2021
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Das russische Andockmodul „Pirs“ (dt. Anlegestelle), das seit 20 Jahren Teil der Internationalen Raumstation ISS war, ist am Montag zusammen mit dem ausgedienten Raumfrachter Progress MS-16 kontrolliert im vorgegebenen Ort des Pazifik versenkt worden. Das teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit.
„Ballistikexperten zufolge gingen nicht verglühte Teile des Moduls etwa 3630 Kilometer von der neuseeländischen Hauptstadt Wellington entfernt im Weltmeer nieder“, hieß es.

"Raumschiff-Friedhof"

Dieses Gebiet des Pazifischen Ozeans, das auch als „Raumschiff-Friedhof“ bekannt ist, wird von Schiffen nicht befahren.
Das Modul war zuvor von der ISS abgedockt worden, um Platz für das neue russische Forschungsmodul „Nauka“ (dt. Wissenschaft) zu machen. „Nauka“ war in der Vorwoche vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in der zentralasiatischen Republik Kasachstan ins All geschossen worden. Das Modul soll planmäßig am Donnerstag ankommen und an den russischen Teil der Station andocken.

"Nauka" nach jahrelanger Verzögerung nun im Orbit

„Nauka“ sollte eigentlich schon 2007 ins Weltall gebracht werden. Probleme hatten aber immer wieder zu Verzögerungen geführt. Das Labor ist vorrangig für die Forschung gedacht. Es soll aber auch als Mannschaftsquartier mit eigenem System zur Lebenserhaltung dienen. Zuletzt hatte Russland ein Modul vor elf Jahren zum Außenposten der Menschheit in etwa 400 Kilometern über der Erde geschickt.
Internationale Raumfahrtstation (ISS) - SNA, 1920, 26.07.2021
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„Pirs“ ist das überhaupt erste von der ISS abgedockte und im Weltmeer versenkte Modul. Es wurde 2001 zur ISS geschickt und in den 20 Jahren seines Betriebes 52 Mal für den Ausstieg von Raumfahrern in den freien Weltraum sowie zum Andocken von bemannten Sojus-Raumschiffen und Progress-Transportern genutzt.
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