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Мусор после проливных дождей в Бад-Нойенар-Арвайлере, Германия  - SNA, 1920
Hochwasser in Deutschland
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Hochwasseranlage in Grimma (Sachsen) massiv beschädigt – Oberbürgermeister spricht von „Terrorismus“

© REUTERS / THILO SCHMUELGENEine Straße wird nach heftigen Regenfällen in Erftstadt, Deutschland, 16. Juli 2021 überflutet. Symbolfoto
Eine Straße wird nach heftigen Regenfällen in Erftstadt, Deutschland, 16. Juli 2021 überflutet. Symbolfoto - SNA, 1920, 26.07.2021
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Die Hochwasserschutzanlage in Grimma im Landkreis Leipzig ist von unbekannten Tätern schwer beschädigt worden. Die Stadt verdächtigt „auswärtige Feiernde“.
Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilt, seien vermutlich in der Nacht zum Sonntag Teile der Hochwasserschutzanlage der Stadt Grimma so schwer zerstört worden, dass sie aktuell nicht funktionsfähig sei. Auch ein größeres Fluttor soll betroffen sein. Eisenteile, die für die Bedienung nötig seien, seien verbogen worden, sagte der Grimmaer Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Nun lasse sich das Tor nicht mehr schließen. Käme ein Hochwasser, wäre die Stadt „völlig schutzlos“. Berger zeigte sich tief empört: Dies sei kein „kein Vandalismus mehr, sondern Terrorismus“.
Denn 3300 Menschenleben und 800 Gebäude wären dem Hochwasser preisgegeben, und der Bau der Hochwasserschutzanlage sei damit umsonst gewesen. Nun richtet Oberbürgermeister Berger einen dringenden Appell an die zuständigen staatlichen Stellen wie Staatsanwaltschaft und Polizei, zeitnah zu reagieren und Ermittlungsergebnisse zu liefern. Der Betriebsleiter Mulde der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Axel Bobbe, sagte seinerseits dem MDR Sachsen am Montag, die Stadt vermute „auswärtige Feiernde“ hinter den Beschädigungen.
Wenn das Tor sich nicht schließen lasse und es zu einem starken Muldeanstieg komme, sagte Bobbe weiter, müssten sich die Feuerwehr und die Stadt mit Sandsäcken aushelfen. Der Rest der Mauer sei nicht gefährdet. Die entstandenen Schäden dürften aber im zweistelligen Tausenderbereich liegen, vermutet Bobbe.
Schweizer Polizei - SNA, 1920, 25.07.2021
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Dabei wurde die neue Schutzanlage für die Stadt erst 2019 fertiggestellt. Sie kostete rund 60 Millionen Euro und wurde seit 2007 gebaut. Grimma liegt an der Mulde und gilt dadurch als besonders stark hochwassergefährdet.
Inzwischen ist die Zahl der Opfer der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vor rund zwei Wochen auf mindestens 170 Menschen gestiegen. Die Aufräumarbeiten gehen weiter. Nun diskutiert die Politik, wie aus der Hochwasserkatastrophe Lehren für den Bevölkerungsschutz und die Katastrophenhilfe gezogen werden sollen.
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