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Steigende Inzidenz: Kanzleramtschef Braun will mehr Einschränkungen für Ungeimpfte – Laschet dagegen

© AFP 2021 / Bernd von JutrczenkaKanzleramtschef Helge Braun (Archivbild)
Kanzleramtschef Helge Braun (Archivbild) - SNA, 1920, 25.07.2021
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Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat sich im Gespräch mit der „Bild am Sonntag“ für stärkere Einschränkungen für Menschen ohne Impfung ausgesprochen. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet teilt diese Position jedoch nicht.
Bei hohem Infektionsgeschehen müssten Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren, findet Braun. „Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist“, zitiert ihn das Blatt.
„Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte."
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Sorge bereite dem Kanzleramtschef vornehmlich die Bundestagswahl: Wenn sich die Delta-Variante des Virus weiter rasch ausbreite und man nicht mit einer sehr hohen Impfquote oder Verhaltensänderungen gegensteuern könne, „hätten wir in nur neun Wochen eine Inzidenz von 850“, so Braun. Angesichts des Schulstarts nach den Sommerferien rief der CDU-Politiker zu Impfungen auf: „Eltern, Lehrer, Hausmeister und Schulbusfahrer müssen sich impfen lassen. Wenn diese Gruppen alle geimpft sind, ist die Gefahr für die Kinder geringer.“ Dann sei ein erneuter Lockdown wie bisher voraussichtlich nicht mehr nötig, argumentierte er.
„Denn die Geimpften und Genesenen spielen für das Infektionsgeschehen keine wesentliche Rolle mehr.“

Laschet gegen Pflicht und Druck

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet reagierte umgehend auf BraunsVorstoß. Im ZDF-Sommerinterview lehnte er eine Impfpflicht und auch einen indirekten Druck auf Ungeimpfte ab. Bislang gelte die Regel, dass Geimpfte, Genesene und Getestete etwa beim Zugang zu Veranstaltungen gleichgestellt seien. „Dieses Prinzip ist gut“, betonte der CDU-Chef.

Corona-Lage in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete am Sonntag 1387 Neuinfektionen. Das sind 95 mehr als vor einer Woche, aber deutlich weniger als in den vergangenen fünf Tagen. Das RKI meldete zudem eine Sieben-Tage-Inzidenz von 13,8 nach 13,6 am Vortag. Diese zeigt, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Der Wert stieg somit den 19. Tag in Folge an und hat sich binnen zwölf Tagen mehr als verdoppelt.
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