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Zerstörerische Flutwelle in Hallein – Fotos, Videos und Augenzeugenberichte vor Ort

© REUTERS / ANDREAS GEBERTFlutfolgen in Hallein, der 18. Juli 2021
Flutfolgen in Hallein, der 18. Juli 2021  - SNA, 1920, 25.07.2021
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Einwohner der Stadt Hallein (Bundesland Salzburg), durch die sich eine Flutwelle wälzte, haben gegenüber Medien den Augenblick der Katastrophe geschildert. Aufnahmen vor Ort zeigen die Lage nach dem Hochwasser.
Der Kothbach, ein Wildbach am östlichen Abhang des Dürnberges (Salzberg), trat vor einer Woche über die Ufer, als sintflutartige Regenfälle Teile Österreichs heimsuchten. Das Hochwasserereignis in Hallein führte zur Überflutung und Verschlammung der Altstadt, viele Einwohner verloren ihr Hab und Gut, einige mussten aus den Wassermassen sogar mit einem Hubschrauber und Seilen gerettet werden.

„36 Frauen, Männer und Kinder“, zitiert am Samstag die „Kronen-Zeitung“ Christian Stella, den Leiter der Flugpolizei des österreichischen Innenministeriums, „mussten auf diese Weise in Sicherheit gebracht werden.“

Auch Feuerwehrtaucher seien im Einsatz gewesen, schreibt das Blatt unter Verweis auf den Bewohner Otwin Poick. Wegen der Überschwemmung sei es zu einem Stromausfall gekommen.
„Der Aufzug war steckengeblieben, er füllte sich rasch mit Wasser, niemand wusste, ob jemand darin war“, so Poick.
Feuerwehrtauchern sei es letztlich gelungen, die Kabinentür zu öffnen. Zum Glück habe sich kein Mensch darin befunden.
Nach Angaben der 78-jährigen Hilde Schönwetter stieg das Wasser laufend. Sie habe „fürchterliche Angst“ davor gehabt, ertrinken zu müssen.
„In meiner Panik zu ertrinken, habe ich schließlich bei der Polizei angerufen“, sagte die Rentnerin laut dem Bericht, „zwei Beamte schlugen sich dann zu uns durch und blieben hier, um uns im Notfall schnell aus dem Gebäude bringen zu können.“
Zum Glück sei der Pegel irgendwann „stehengeblieben“. Der Frau zufolge wird ihre Versicherung möglicherweise nur Teile der enormen Schäden abdecken.
Laut der Einschätzung von Renate und Herbert Wohlmuther wird es Monate dauern, bis die Schäden behoben seien. Das Bild, das sich den beiden 55-Jährigen am Morgen nach der Flut bot, sei „grauenhaft gewesen“, schreibt die Zeitung. Das Untergeschoss des Gebäudes und der Garten davor seien voll Schlamm gewesen. Vieles sei weggeschwemmt oder kaputt.
„Seit Tagen sind wir dabei, den Dreck wegzuräumen“, erzählten die Wohlmuthers, „und daraus zu retten, was noch zu retten ist.“

Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und Schadenersatz

Die Halleiner Freiwillige Feuerwehr und weitere Stadtbehörden hoben die enorme Hilfsbereitschaft der Einwohner in der Unwetterkriese hervor. Caroline Hubble aus Abtenau initiierte eine Facebook-Gruppe für Hochwasseropfer, wo sich Leute, die Hilfe brauchen oder anbieten wollen, direkt melden können. Sie hat laut dem Portal Salzburg24 vor, bei einer Bank in Hallein ein Spendenkonto einzurichten.
Auch die Stadt Hallein hat nun dem Bürgermeister Alexander Stangassinger zufolge ein eigenes Spendenkonto. Wie die „Salzburger Nachrichten“ unter Berufung auf den Stadtchef schreiben, seien auf dem Konto schon mehr als 100.000 Euro.
Am Montag begann der Landeskatastrophenschutz mit der Aufnahme der Schadensmeldungen, so Stangassinger. Betroffene hätten ein halbes Jahr Zeit, um die Schäden zu melden. Daher werde die Stadtgemeinde auch frühestens Ende des Jahres mit der Verteilung der Spendengelder anfangen können. Die Höhe der Unterstützung hänge nämlich von der Größe der Lücke ab, die den Betroffenen nach Auszahlungen von Versicherungen und Katastrophenfonds noch bleibe, und über welche finanziellen Möglichkeiten sie verfügten.
Мусор после проливных дождей в Бад-Нойенар-Арвайлере, Германия  - SNA
54 Beiträge
Hochwasser in Deutschland
10 September, 16:38
Zuvor hatte der Bürgermeister die durch den ausufernden Kothbach angerichteten Schäden auf eine millionenschwere Summe geschätzt. Die Katastrophe in Hallein wäre laut Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger zu verhindern gewesen. Das Ministerium wies auf ein Hochwasserschutz-Projekt hin, dessen Umsetzung wegen Einsprüchen des Naturschutzbundes Salzburg sich verzögert habe. Ihrerseits verlangte die Organisation eine öffentliche Entschuldigung von Köstinger „für ihre Schuldzuweisungen“.
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