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Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen in Weißrussland aufgelöst

© SNA / Waleri ScharifulinAlexander Lukaschenko (Archivfoto)
Alexander Lukaschenko (Archivfoto) - SNA, 1920, 23.07.2021
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Der weißrussische Präsident, Alexander Lukaschenko, hat trotz internationaler Kritik die Liquidierung von Organisationen der Zivilgesellschaft deutlich intensiviert. Laut dem Menschenrechtszentrum Wesna ist eine „totale Säuberung“ samt politischer Verfolgung im Gange.
Das renommierte Zentrum listete mehr als 40 Nichtregierungsorganisationen auf, darunter auch humanitäre Initiativen und juristische Hilfen, die vom weißrussischen Justizministerium beseitigt wurden.
Betroffen waren zudem Schriftsteller und Journalisten. In Deutschland solidarisierten sich Autoren mit den verfolgten Schriftstellerinnen und Schriftstellern des aufgelösten PEN-Zentrums in Minsk. Die Präsidentin des weißrussischen PEN-Zentrums ist die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch, die ihre Heimat verlassen hatte und in Deutschland lebt.
Lukaschenko hatte zuvor bei einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin seine Absicht verkündet, rigoros gegen die Zivilgesellschaft vorzugehen. In den USA warb ihrerseits die ehemalige Präsidentschaftskandidatin und Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja bei politischen Gesprächen dafür, den Sanktionsdruck auf Lukaschenko weiter zu erhöhen. Schon jetzt setzen Sanktionen der EU und der USA Minsk massiv wirtschaftlich zu.
Tichanowskaja hatte ihr Land unter dem politischen Druck verlassen. Sie führt ihre Arbeit aus dem EU-Nachbarland Litauen. Ihr Team forderte medizinische Hilfe für die mehr als 500 politischen Gefangenen in Weißrussland. Fehlende ärztliche Hilfe werde als Druckmittel gegen die Inhaftierten benutzt, sagte Alexandra Logwinowa von Tichanowskajas Team. Sie rief Organisationen wie das Rote Kreuz und die Ärzte ohne Grenzen auf, Vertreter in die Haftanstalten in Weißrussland zu schicken, um die Zustände aufzudecken und Hilfe zu leisten.
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