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Wada „enttäuscht“ über zu milde Strafe für Russland

© AP Photo / Alexander ZemlianichenkoRUSADA
RUSADA - SNA, 1920, 23.07.2021
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Pünktlich zur Eröffnung der Olympischen Spiele von Tokio hat die Welt-Anti-Doping-Agentur noch einmal unterstrichen, wie enttäuscht sie darüber sei, dass die Olympia-Sperre Russlands durch den Internationalen Sportgerichtshof (Cas) halbiert wurde.
„Natürlich sind wir enttäuscht, dass der Internationale Sportgerichtshof die Höhe der Sanktionen von vier auf zwei Jahre halbiert hat“, sagte Wada-Präsident Witold Banka einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur zufolge wenige Stunden vor Beginn der Eröffnungszeremonie am Freitag in Tokio.
Wada erklärte ferner, warum Russland bislang nicht legitim von einigen Sportereignissen ausgeschlossen werden konnte. Angesichts der Corona-Pandemie war es laut dem Generaldirektor Olivier Niggli nach der Verhängung der Sanktionen gegen Moskau unmöglich gewesen, einen Ersatz zu finden.
„Das Urteil des Cas (des Internationalen Sportgerichtshofs – Anm. d. Red.) enthält Formulierungen, die es erlauben, Sportereignisse, die Russland bereits erhalten hat, durchzuführen. Wir beobachten die Situation, aber da die Frist auf zwei Jahre verkürzt wurde, ist klar, dass man viele Sportereignisse nicht mehr entziehen konnte. Zumal es für internationale Verbände angesichts der Corona-Situation schwierig war, einen Ersatz zu finden. Uns ist klar, dass es rechtmäßig einfach unmöglich war, Russland einige Sportereignisse wegzunehmen“, sagte Niggli gegenüber Reportern.
Im Dezember 2019 hatte die Wada Russland wegen Dopingvergehen für vier Jahre von den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Nachdem Russland Berufung eingelegt hatte, urteilte der Cas ein Jahr später, dass die Sperre nur zwei Jahre gelten sollte. In dieser Zeit darf sich Russland nicht um die Ausrichtung von sportlichen Großereignissen bewerben, bereits nach Russland vergebene Wettbewerbe müssen verlegt werden. Unbelastete russische Athleten dürfen zwar antreten, jedoch ohne die Landesflagge und die Nationalhymne.
So auch in Tokio. Dort gehen 335 russische Sportler als neutrale Athleten an den Start, und zwar unter dem Namen „Russisches Olympisches Komitee“. Den Verantwortlichen bei der Wada ist das immer noch nicht Strafe genug. Sie monieren beispielsweise, dass die Sportbekleidung der Athleten in den russischen Landesfarben gehalten ist. „Sie werden deutlich sehen, was wir gefordert haben und was wir bekommen haben", sagte Wada-Generaldirektor Olivier Niggli laut der DPA. „Wenn man sich anschaut, worum wir gebeten haben, ist es nicht das, was wir bekommen haben, besonders, wenn man über die Uniform spricht.“
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