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Drosten besorgt über geringen Impffortschritt

© AP Photo / Michael SohnVirologe Christian Drosten (Archivbild)
Virologe Christian Drosten (Archivbild) - SNA, 1920, 23.07.2021
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Das Impfen gegen das Coronavirus in Deutschland geht dem Virologen Christian Drosten derzeit nicht schnell genug. Er sei „zunehmend besorgt über den Impffortschritt“, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA).
„Hier kommen wir nicht schnell genug voran, obwohl genug Impfstoff zur Verfügung steht“, erklärte Drosten der DPA zufolge. Viele Menschen würden sich angesichts einer niedrigen Inzidenz in Deutschland in einem falschen Sicherheitsgefühl wähnen. Es sei wichtig, jetzt sehr viel mehr Informationsarbeit zu leisten – „auch im privaten Umfeld, damit die Impfquote schneller ansteigt“. „Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von erneuten schmerzhaften Eingriffen im Winter“, so der Virologe. Auch er wünsche sich, dass nicht noch einmal Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens notwendig werden.
In Deutschland sind inzwischen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 48,5 Prozent der Bevölkerung zweimal gegen das Coronavirus geimpft. Wie das RKI mitteilte, wurden am Donnerstag 565.235 Impfdosen verabreicht. Somit wurden rund 40,3 Millionen Menschen angeblich komplett immunisiert. Etwa 50,4 Millionen (60,6 Prozent) haben mindestens die erste Impfdosis erhalten.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte letztes Jahr immer wieder betont, dass für eine Herdenimmunität 55 bis 65 Prozent der Bürger sich impfen lassen müssten. „Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir das Ziel einer ausreichend hohen Impfquote freiwillig erreichen“, sagte der Minister im September. Laut den letzten Analysen von Anfang Juli empfiehlt das RKI angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus eine vollständige Herdenimmunisierung von mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren.
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