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US-Deutschland-Deal über Nord Stream 2: Russischer Botschafter sieht darin feindlichen Ton

© SNA / Dmitry Lelchuk / Zur BilddatenbankDie Fertigstellung von Nord Stream 2
Die Fertigstellung von Nord Stream 2 - SNA, 1920, 22.07.2021
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Russland weist die Vorwürfe der Nutzung von Energieressourcen, darunter auch dem Projekt Nord Stream 2, als Waffe des politischen Drucks zurück. Das erklärte der russische Botschafter in den USA Anatoli Antonow, dessen Aussagen vom Pressedienst der Botschaft angeführt werden.
Antonow verwies darauf, dass Moskau mit seinem vieljährigen fairen Zusammenwirken mit Europa und anderen Verbrauchern russischer Kohlenwasserstoffe bewiesen habe, dass es ein zuverlässiger Partner sei.

„Wir haben weder jemandem unsere Lieferungen aufgedrängt, noch die Energieressourcen als Waffe des politischen Drucks genutzt und somit versucht, irgendwelche, uns zugerechneten engkonjunkturellen Ziele zu regeln. Jegliche Vorwürfe in dieser Hinsicht weisen wir zurück“, so der Botschafter.

Der Deal sorgt laut Antonow für „erste Fragen und Unverständnis in Bezug auf politische Angriffe gegen Russland“. Dabei betonte der Diplomat, dass der feindliche Ton gegenüber Russland dem Geist der am 16. Juni in Genf erfolgten Verhandlungen zwischen den Präsidenten Russlands und der USA widerspreche.
„Die Versuche, uns als Aggressor und ein Land, das ,böswillige‘ Tätigkeit ausübt, darzustellen, sind seit langem zu einer Visitenkarte von Russenfeinden geworden. Die Drohungen gegen uns sind grund- und nutzlos“, sagte er.
„Eine solche Rhetorik sowie die Praxis von illegitimen einseitigen Sanktionen können wir nicht akzeptieren. Über das Mandat dafür verfügt nur der UN-Sicherheitsrat.“
Ferner erinnerte Antonow daran, dass der Bau von Nord Stream 2 und jeglichen anderen Exportgaspipelines „Gegenstand der kommerziellen Vereinbarungen mit jenen Staaten“ sei, die an Gas aus Russland interessiert seien.
„Russland ist bereit, genau so viele Kohlenwasserstoffe zu liefern, wie die Verbraucher benötigen werden.“
Bundesaußenminister Heiko Maas und sein US-Amtskollege Antony Blinken  - SNA, 1920, 21.07.2021
„Konstruktive Lösung“: Maas begrüßt Einigung mit USA zu Nord Stream 2
Am Mittwoch hatten sich Deutschland und die USA auf eine Vereinbarung über die Gaspipeline Nord Stream 2 verständigt. In der gemeinsamen Erklärung heißt es unter anderem: Sollte Russland versuchen, „Energie als Waffe“ zu nutzen, oder weitere aggressive Handlungen gegen die Ukraine zu begehen, werde Deutschland auf nationaler Ebene handeln und in der Europäischen Union auf effektive Maßnahmen einschließlich Sanktionen drängen.
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