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Migrationskrise in Litauen: Polen steht seinem „Nächsten und Verbündeten“ mit humanitärer Hilfe bei

© REUTERS / Mahmoud HassanoPolen liefert Litauen humanitäre Hilfe (Symbolbild)
Polen liefert Litauen humanitäre Hilfe (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.07.2021
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Polen liefert Litauen vor dem Hintergrund der mehrmonatigen Migrationskrise an der litauisch-belarussischen Grenze humanitäre Hilfe. Das geht aus dem am Mittwoch auf der Internetseite des polnischen Außenministeriums veröffentlichten Bericht hervor. Polnische Behörden gehen darin von einer künstlich erzeugten Krise aus.
„Im Zusammenhang mit der seit mehreren Monaten anhaltenden Krise, die mit dem Zustrom illegaler Migranten aus dem Gebiet von Belarus an die Grenze zu Litauen verbunden ist, hat die Republik Polen beschlossen, Konvois mit humanitärer Hilfe (nach Litauen) zu schicken. Es ist eine Geste der Solidarität und Unterstützung für unseren Nächsten und Verbündeten“, heißt es in der Botschaft.
Der Konvoi mit humanitärer Hilfe wurde auf Kosten der Regierungsagentur für strategische Reserven gebildet. Sein Gesamtpreis beläuft sich auf etwa 740.000 Zloty (etwa 161.000 Euro). Der Konvoi wird Zelte, Stromgeneratoren, Decken sowie Feldbetten bereitstellen.
Zugleich kündigte das polnische Außenministerium an, dass eine Analyse der Umstände und Berichte der polnischen und litauischen Grenzdienste zeige, dass „wir es mit einer künstlich und vorsätzlich herbeigeführten Krise zu tun haben“.
„Wir verurteilen diesen Ansatz, der die schwierige soziale, wirtschaftliche und teilweise politische Situation in den Herkunftsländern von Migranten missbraucht, um die aktuelle politische Agenda umzusetzen. Wir bekunden unsere volle Solidarität mit Litauen und appellieren an alle EU-Staaten, die Behörden von Vilnius in ihren Bemühungen um die Sicherung der EU-Außengrenze zu unterstützen."
Litauen hatte kürzlich einen Anstieg der Zahl der inhaftierten illegalen Migranten an der Grenze zu Belarus gemeldet. Anfang Juli hatten die Behörden des Landes einen Extremzustand (ein Grad niedriger als der „vom Parlament zu genehmigende Ausnahmezustand“) im Zusammenhang mit dem wachsenden Zustrom illegaler Migranten ausgerufen.
Der litauische Präsident Gitanas Nauseda - SNA, 1920, 13.07.2021
Mehr Schutz an Belarus-Grenze nötig: Litauens Präsident telefoniert mit Merkel
Nach den neuesten Daten waren seit Anfang des Jahres in Litauen an der Grenze zu Belarus mehr als 2200 illegale Migranten inhaftiert worden – das sind 27 Mal so viele wie im Jahr 2020.
Der belarussische Präsident, Alexander Lukaschenko, hatte wiederum erklärt, das Land werde illegale Migranten nicht mehr zurückhalten – wegen der Sanktionen des Westens habe Minsk „weder das Geld noch die Kraft dafür“.
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