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Macron leitet Krisentreffen zur Pegasus-Affäre

© AFP 2021 / LUDOVIC MARINFrankreichs Präsident Emmanuel Machron leitet ein Sondertreffen des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung
Frankreichs Präsident Emmanuel Machron leitet ein Sondertreffen des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung  - SNA, 1920, 22.07.2021
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat laut Medienberichten über die mögliche Ausspähung der Mobiltelefone zahlreicher Staatschefs und Journalisten mit der von der israelischen Firma NSO verkauften Überwachungssoftware Pegasus ein Sondertreffen des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung geleitet.
Am Dienstag hatte die französische Zeitung „Le Monde“ berichtet, dass 2019 die Telefonnummern von Macron, dem ehemaligen Premierminister Edouard Philippe und 14 weiteren französischen Ministern von marokkanischen Geheimdiensten über das Pegasus-Programm überwacht worden sein könnten.
„Der Staatspräsident nimmt das Thema sehr ernst und verfolgt die Fortschritte der Untersuchung genau“, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Verweis auf Kreise des Präsidentenpalastes..
Falls sich die Sachverhalte als richtig erweisen sollten, seien „sie natürlich sehr schwerwiegend“, hieß es weiter aus den Kreisen. Es gebe aber bisher keine Gewissheit, deshalb sei Vorsicht angebracht. Élyséekreise hatten bereits nach der Veröffentlichung mitgeteilt, die Medieninformationen bedeuteten nicht, dass Macrons Handy tatsächlich ausgespäht worden sei. Marokko dementierte jegliche Beteiligung an der Überwachung von Personen des öffentlichen Lebens.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron  - SNA, 1920, 21.07.2021
Nach brisantem Bericht zu Spähsoftware: Macron ordnet Ermittlungen an
Pegasus nutzt Sicherheitslücken in Smartphone-Software, um weitreichenden Zugriff auf Daten zu erlangen. Regierungssprecher Gabriel Attal sagte im Radiosender France Inter, die Mobiltelefone des Staatschefs würden regelmäßig ausgewechselt.

Fall Pegasus

Laut einer umfassenden Untersuchung der französischen Organisation Forbidden Stories und der NGO Amnesty International, die am 18. Juli veröffentlicht wurde, wurden mehrere tausend Telefonnummern von Journalisten und Politikern durch die israelische Spähsoftware Pegasus gehackt.
Nach Angaben der NSO Group ist die Software für die Überwachung von Terroristen und mutmaßlichen Kriminellen gedacht. Das Ausspähen von Politikerinnen und Politikern fällt demnach nicht unter die erlaubte Nutzung. Die israelische Firma lässt erklären, weder zu ihren Kunden Stellung zu nehmen noch Zugriff auf deren Zielauswahl zu haben. Nach eigenen Angaben verkauft die NSO Pegasus-Lizenzen nur an staatliche Stellen. Man wehre sich gegen falsche Anschuldigungen, werde aber mutmaßliche Fälle von Missbrauch ihrer Software überprüfen und sich gegebenenfalls von Kunden trennen, was in der Vergangenheit bereits geschehen sei.
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