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Kniefall gegen Rassismus – IOC lenkt ein

© REUTERS / Imperial Household Agency of JapPräsident des Internationalen Olympischen Komitees Thomas Bach und japanischer Kaiser Naruhito
Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Thomas Bach und japanischer Kaiser Naruhito - SNA, 1920, 22.07.2021
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Während es nach wie vor keine Einigkeit in der Frage gibt, ob politische Zeichen in den Spitzensport gehören, hat das IOC nach Kritik eingelenkt und wird solche Zeichen auch auf seinen Social-Media-Kanälen zeigen.
Nach der Fußball-Europameisterschaft ist der Kniefall gegen Rassismus auch bei den Olympischen Sommerspielen von Tokio angekommen. Am Mittwoch hatten sich die Teams von Großbritannien, Chile, den USA, Schweden und Neuseeland im Frauenfußball-Turnier vor dem Anpfiff hingekniet. In den Fernsehübertragungen weltweit war die Protestgeste zu sehen, auf den offiziellen Social-Media-Kanälen der Organisatoren fehlte sie hingegen.
Nachdem es daraufhin Kritik am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gegeben hatte, lenkt dieses nun ein. „Das IOC zeigt die Spiele auf seinen eigenen und selbst betriebenen Plattformen, und solche Momente werden auch einbezogen“, teilte es am Donnerstag mit.
Ob politische Gesten in den Sport gehören – darüber scheiden sich die Geister. Zuletzt hatte das IOC die Regel 50 der Olympischen Charta dahingehend geändert, dass politische Zeichen, wie der Kniefall gegen Rassismus, vor dem Wettbewerb möglich sind, auf den Siegertreppchen aber weiterhin untersagt bleiben. Auch bei Verbänden und Sportlern gehen die Meinungen dazu auseinander.
Die deutsche Medaillenhoffnung Malaika Mihambo sieht beispielsweise keine Veranlassung, politische Zeichen zu setzen. Die Heidelbergerin, deren Wurzeln väterlicherseits in Sansibar liegen, sagt, sie finde es schön, wenn Sportler damit für größere Werte einstünden, die sonst stellenweise vergessen würden. Sie selbst könne damit jedoch nicht viel anfangen.
"Ich selbst kann mich nicht mit diesen großen Gesten anfreunden. Das fühlt sich gerade nicht nach mir an. Von daher würde ich das Stand heute nicht tun. Das kann sich natürlich ändern", so die 27-jährige Weitspringerin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dennoch sei es wichtig, sich gegenseitig ins Bewusstsein zu rufen, dass alle Menschen seien, egal, welcher Hautfarbe.
Die jeweiligen Verbände haben ein Vetorecht, das ihnen ermöglicht, das Zeigen von politischen Zeichen bei ihren Sportlern zu untersagen. So geschehen beim Schwimm-Weltverband Fina, der seinen Athleten jegliche politischen Zeichen am Beckenrand verboten hat.
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