Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nach Dynamo-Krawallen in Dresden: Bei großangelegter Razzia greift Polizei gegen Randalierer durch

© AFP 2021 / Odd AndersenPolizei Dresden - Fahndung (Symbolbild)
Polizei Dresden - Fahndung (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.07.2021
Abonnieren
Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen am 16. Mai am Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden hatte ein Großaufgebot der Polizei am Donnerstag 56 Wohnungen durchsucht und demnach fünf Tatverdächtige festgenommen. Ihnen wird schwerer Landfriedensbruch und Körperverletzung zur Last gelegt. Unter Verdacht stehen auch weitere Personen – Ermittlungen laufen.
Rund zwei Monate nach den schweren Fußball-Krawallen bei Dynamo Dresden haben 800 Polizisten in Sachsen und Brandenburg Wohnungen von Tatverdächtigen durchsucht. Am Donnerstagmorgen liefen die Untersuchungen in 56 Wohnungen, die meisten in Dresden und Umgebung. Ziel sei es, Beweismittel sicherzustellen, insbesondere Tatkleidung, Handys und Pyrotechnik, teilte die Polizei mit.
Vier Menschen im Alter von 20, 22, 23 und 31 Jahren waren bisher festgenommen worden. Bis zum Mittag wurde laut Staatsanwaltschaft ein fünfter Verdächtiger inhaftiert. Ein weiterer Beschuldigter habe angekündigt, sich im Laufe des Tages stellen zu wollen, bestätigte ein Behördensprecher.
Ihnen wird vorgeworfen, bei den Ausschreitungen im Mai am Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion eine aktive Rolle gespielt und Polizisten mit Flaschen beworfen zu haben. Die Männer aus Dresden und dem Raum Bautzen sind mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und einer von ihnen auch wegen Landfriedensbruchs, drei stehen unter Bewährung, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Sie werden im Laufe des Vormittags einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Insgesamt ermittelt die Polizei gegen 70 Personen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs in besonders schwerem Fall. Neben der „Soko Hauptallee“ sind bei den Durchsuchungen auch Kräfte der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei im Einsatz.
Joachim Löw - SNA, 1920, 13.07.2021
„Kriege da Zustände“: Trainer-Legende Jupp Heynckes kritisiert Löw und frühes EM-Aus
Das letzte Heimspiel von Drittligist Dynamo Dresden gegen Türkgücü München (4:0) hatte wegen der Corona-Pandemie am 16. Mai ohne Publikum stattgefunden. Im nahe gelegenen Großen Garten hatten sich jedoch Tausende Menschen eingefunden, um den Aufstieg von Dresden in die zweite Bundesliga zu feiern. Noch während des Spiels hatten mehr als 500 gewaltbereite Fans Polizisten mit Pyrotechnik angegriffen, zudem flogen Flaschen und Steine auf Beamte. Es gab zahlreiche Verletzte, auch unter den Einsatzkräften.
Die Polizei fahndet im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den Krawallen öffentlich mit Bildern aus Videokameras noch nach 19 Verdächtigen. 21 weitere sind identifiziert. Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben um Jugendliche und Männer zwischen 15 und 54 Jahren aus Sachsen, die meisten aus Dresden. 20 stellten sich, einer wurde bei einer Kontrolle gefasst.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала