Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Biden: Putin und Xi Jinping bauen auf Autokratie – Demokratie „muss aufstehen“

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankUS-Präsident Joe Biden
US-Präsident Joe Biden  - SNA, 1920, 22.07.2021
Abonnieren
Am Mittwochabend hat im amerikanischen Cincinnati ein Teil der Ohio-Fragen im Rathausformat stattgefunden, bei dem US-Präsident Joe Biden zurzeit die Bürger bewegende Fragen anstieß. Das brandaktuelle Thema war die Corona-Lage. Auch Russland und China kamen zur Sprache. Zuletzt äußerte Biden seine Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit Republikanern.
In einer der mehreren Fragen an Biden wurden Bedenken bezüglich der demokratischen parteiübergreifenden Pläne zur Stabilisierung der Wirtschaft und bezüglich der Einigung zwischen den Demokraten und Republikanern bei vielen wichtigen Themen zum Ausdruck gebracht.
Daraufhin wies der amerikanische Präsident auf China und seinen Präsidenten hin:
„Ich habe mit Xi Jinping aus China, den ich gut kenne, gesprochen. Wir sind uns in vielen Dingen nicht einig. Er ist ein klardenkender und richtig knallharter Kerl. Er glaubt wirklich, dass das 21. Jahrhundert das Oligarchen-Jahrhundert sein wird, dass – ganz im Ernst – Demokratien im 21. Jahrhundert nicht funktionieren können, was er damit argumentiert, dass sich alles so schnell verändert, dermaßen schnell, dass man eine gespaltene Nation der Konsenserzielung halber, um schnell handeln zu können, nicht zusammenbringen kann. Also, Autokraten, Autokratien.“
„Der Brunnen ist innerhalb der vergangenen vier Jahre so vergiftet worden“, sagte Biden am Mittwochabend.
„Aber ich denke, das alles beginnt sich zu bewegen. Ich meine nicht von heute auf morgen, versteht mich nicht falsch.“
Zuvor hatte es heftigen Streit über den Ausschuss im Repräsentantenhaus zur Untersuchung der Attacke auf das Kapitol am 6. Januar gegeben. Nancy Pelosi, die Vorsitzende der Kongresskammer, hatte zwei Kandidaten der Republikaner aus „Respekt vor der Integrität der Untersuchung“ für das Gremium abgelehnt.
Die beiden gelten als treue Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump. Der republikanische Minderheitsführer der Kongresskammer, Kevin McCarthy, drohte daraufhin, dass die Republikaner den Ausschuss boykottieren würden.
„Es ist mir egal, ob Sie denken, ich sei der wiedergeborene Satan. Tatsache ist, Sie können nicht auf den Fernseher schauen und sagen, dass am 6. (Januar) nichts passiert ist“, sagte Biden mit Blick auf Verschwörungstheorien. „Sie können nicht auf Menschen hören, die sagen, das war eine friedliche Demonstration.“ Er habe Hoffnung in die Menschen in den USA.
Dialog zwischen Russland und den USA (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.07.2021
Strategische Waffen: Stabilitätsdialog Russland-USA beginnt in einer Woche – Medien
Ferner brachte Biden auch gegenüber dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin – analog zum chinesischen Präsidenten – sein beinahe eindeutiges Urteil zum Ausdruck:
„Ich hatte ein langes Treffen mit Putin (…) – ich kenne ihn gut. Diese Typen setzen tatsächlich – ich mache keine Witze – auf Autokratien. Die Demokratie muss aufstehen und zeigen, dass sie etwas zustande bringen kann.“
Wladimir Putin wurde während der Sendung von Biden mehrmals erwähnt.
Der US-Staatschef räumte nämlich ein, dass sein Gefühl, ein Präsident zu sein, während des Gesprächs mit seinem russischen Amtskollegen am Rande des Gipfeltreffens am 16. Juni in Genf durch und durch präsent gewesen sei. Als Biden Putin gegenüber gesessen habe, habe er [Biden] das Gefühl gehabt, dass er [Putin] verstehe, wer Biden sei, und Biden verstehe, wer Putin sei. Demnach offenbarte er:
„Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, mein Amt zu bekleiden und der Anführer der freien Welt zu sein“.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала