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Pegasus-Affäre: Marokko bestreitet Ausspäh-Vorwürfe

© AFP 2021 / JOEL SAGETDie NGO Amnesty International
Die NGO Amnesty International - SNA, 1920, 21.07.2021
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Nach den Medien-Enthüllungen zur Spionagesoftware Pegasus hat Marokko jegliche Beteiligung an der Überwachung von Personen des öffentlichen Lebens dementiert. Das Land verurteile die „irreführende“ Medienkampagne aufs Schärfste, meldete die staatliche Nachrichtenagentur MAP am Mittwoch unter Berufung auf eine Regierungserklärung.
Mit der Software Pegasus sollen nach Recherchen eines internationalen Journalistenkonsortiums Smartphones von Journalisten, Menschenrechtlern, Politikern und Geschäftsleuten ausgespäht worden sein.
Am Dienstag hatte die französische Zeitung „Le Monde“ berichtet, dass 2019 die Telefonnummern von Macron, dem ehemaligen Premierminister Edouard Philippe und 14 weiteren französischen Ministern von marokkanischen Geheimdiensten über das Pegasus-Programm überwacht worden sein könnten
Aus Kreisen von Macrons Amtssitz hieß es, dass die Medieninformationen nicht bedeuteten, dass Macrons Handy tatsächlich ausgespäht worden sei. Nach Medienberichten soll auch der marokkanische König Mohammed VI. auf der Liste potenzieller Ziele stehen.
„Die Regierung des Königreichs Marokko weist diese falschen und unbegründeten Anschuldigungen kategorisch zurück“, hieß es vonseiten der marokkanischen Führung. Das nordafrikanische Land sieht sich demnach als Ziel von „hasserfüllten Angriffen“ der an den Enthüllungen beteiligten Medien und Organisationen.

Fall Pegasus

Laut einer umfassenden Untersuchung der französischen Organisation Forbidden Stories und der NGO Amnesty International, die am 18. Juli veröffentlicht wurde, wurden mehrere tausend Telefonnummern von Journalisten und Politikern durch die israelische Spähsoftware Pegasus gehackt.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron  - SNA, 1920, 21.07.2021
Nach brisantem Bericht zu Spähsoftware: Macron ordnet Ermittlungen an
Nach Angaben der NSO Group ist die Software für die Überwachung von Terroristen und mutmaßlichen Kriminellen gedacht. Das Ausspähen von Politikerinnen und Politikern fällt demnach nicht unter die erlaubte Nutzung. Die israelische Firma lässt erklären, weder zu ihren Kunden Stellung zu nehmen noch Zugriff auf deren Zielauswahl zu haben. Nach eigenen Angaben verkauft die NSO Pegasus-Lizenzen nur an staatliche Stellen. Man wehre sich gegen falsche Anschuldigungen, werde aber mutmaßliche Fälle von Missbrauch ihrer Software überprüfen und sich gegebenenfalls von Kunden trennen, was in der Vergangenheit bereits geschehen sei.
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