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 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

Zunächst Schweden und Finnland: Nun setzt auch Norwegen Abschiebungen nach Afghanistan aus

Oslo, Norwegen - SNA, 1920, 21.07.2021
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Die norwegischen Ausländerbehörden UDI und UNE haben am Mittwoch vorerst auf Abschiebungen nach Afghanistan verzichtet.
Grund für eine solche Entscheidung ist demnach die Eskalation des Konflikts zwischen der radikal-islamistischen Bewegung Taliban* und afghanischen Behörden, die zur Verschlimmerung der Situation im Sicherheitsbereich und der humanitären Lage im Land führt.
Somit wurde laut dem Schreiben beschlossen, dass die Polizei bis zum 15. September keine Zwangsrückführungen nach Afghanistan ausführen werde. Das betrifft demnach abgelehnte Asylbewerber, Ausgewiesene und diejenigen mit zurückgezogener oder abgelehnter Aufenthaltserlaubnis in Norwegen.
Zuvor hatten Schweden und Finnland die Abschiebungen nach Afghanistan aufgrund der Verschlechterung der Sicherheitslage in Afghanistan ausgesetzt.
Am Montag hatten die USA, Deutschland, Frankreich und eine Reihe anderer Länder die Taliban dazu aufgerufen, ihre Offensive zu stoppen.
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 05.07.2021
Afghanistan
Trotz Sicherheitslage: Abschiebungen nach Afghanistan weiterhin vertretbar – Maas
Anfang Juli war berichtet worden, dass der deutsche Außenminister, Heiko Maas, Abschiebungen nach Afghanistan trotz der sich verschlechternden Sicherheitslage in der Region noch für zulässig halte.
Seitdem die USA im April bekannt gegeben hatten, vom 1. Mai an bis spätestens zum 11. September ihre Truppen vom Hindukusch abzuziehen, erhöhten die Taliban nach Angaben afghanischer Regierungsvertreter die Zahl ihrer Angriffe. Zuletzt brachten die Taliban immer mehr Provinzen in Afghanistan unter ihre Kontrolle, darunter auch einen strategisch wichtigen Bezirk unweit der Hauptstadt. Experten gehen davon aus, dass die Taliban nach dem Abzug der internationalen Truppen eine Offensive auf Kabul starten könnten.
*unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
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