Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nord-Stream-2-Deal: Berlin verspricht Kiew rund 200 Millionen Euro

© REUTERS / Anton VaganovBeim Bau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 (Archiv)
Beim Bau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 (Archiv) - SNA, 1920, 21.07.2021
Abonnieren
Nach einem jahrelangen Streit haben sich Deutschland und die USA nun endlich über die umstrittene Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 geeinigt. In der zwischen beiden Ländern getroffenen Vereinbarung zur Lösung des Streits um die Gasleitung verspricht Deutschland der Ukraine zusätzliche Finanzhilfen in Höhe von rund 200 Millionen Euro.
Mit rund 70 Millionen Euro will Berlin bilaterale Energieprojekte in der Ukraine fördern, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Vereinbarung.

Milliardenschwerer Hilfsfonds für die Ukraine

Zudem wollen Washington und Berlin einen Fonds mit einem Volumen von mindestens einer Milliarde US-Dollar gründen, aus dem in die Energiewende und Energiesicherheit der Ukraine investiert werden soll. Der Vereinbarung zufolge wird Deutschland zunächst 175 Millionen US-Dollar (rund 150 Millionen Euro) in den Fonds einzahlen.
Der genaue Zeitrahmen dafür war zunächst noch unklar. Die Bundesregierung werde für den Fonds zudem „auf eine Steigerung der Zusagen in den kommenden Haushaltsjahren hinarbeiten“, hieß es weiter.

"Grünen Energiesektor" in der Ukraine fördern

Deutschland und die USA wollen auch die Ukraine beim Aufbau eines „grünen Energiesektors“ unterstützen und sich dafür einsetzen, den Gastransit durch die Ukraine im nächsten Jahrzehnt zu sichern. Deutschland verpflichtet sich dazu, alle verfügbaren Einflussmöglichkeiten zu nutzen, um eine Verlängerung des Gastransitabkommens der Ukraine mit Russland um bis zu zehn Jahre zu ermöglichen.
Bundesaußenminister Heiko Maas und sein US-Amtskollege Antony Blinken  - SNA, 1920, 21.07.2021
„Konstruktive Lösung“: Maas begrüßt Einigung mit USA zu Nord Stream 2

Nord Stream 2 als politische "Waffe"?

Die beinahe fertiggestellte Ostsee-Pipeline soll russisches Gas nach Deutschland transportieren – unter Umgehung der Ukraine, die auf die Einnahmen aus dem Gas-Transit angewiesen ist. Die USA hatten Nord Stream 2 jahrelang massiv kritisiert, wollen nun aber auf weitere Sanktionen verzichten. In einer gemeinsamen Erklärung wird Russland davor gewarnt, Energie als politische „Waffe“ einzusetzen – dies ist die größte Befürchtung in den USA.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала