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Griechischer Außenminister: Zypernkonflikt gefährdet Beziehungen zwischen EU und Türkei

© AFP 2021 / ARMEND NIMANIDer griechische Außenminister Nikos Dendias
Der griechische Außenminister Nikos Dendias - SNA, 1920, 21.07.2021
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Der griechische Außenminister Nikos Dendias will die neuerliche Eskalation im Zypernkonflikt auf die Agenda der EU setzen. Zudem fordert der Politiker Konsequenzen.
„Es gibt keinen Rahmen für die Verbesserung der Beziehungen zwischen der EU und der Türkei, solange die Türkei auf Zypern illegal agiert“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur Dendias.
Ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amtes äußerte sich auf Anfrage der griechischen Nachrichtenagentur ANA ähnlich: Einseitige Schritte der Türkei gefährdeten die Fortschritte der vergangenen Monate in den Beziehungen zwischen der EU und der Türkei, sagte er.
Am Dienstag hatte Nordzypern – der seit 1974 türkisch besetzte Teil der Insel - angekündigt, Teile der verlassenen Küstensiedlung Varosha wieder zu besiedeln. Der Geisterort, in dem einst griechische Zyprer lebten, soll jedoch laut UN-Sicherheitsrat nur unter UN-Mandat wiederbesiedelt werden. International wurde die Ankündigung Nordzyperns scharf kritisiert. Durch solch einen Schritt würden die Bemühungen zerstört, die Insel irgendwann wieder zu vereinen. Aus Berlin hieß es, man fordere die Türkei auf, sich an alle UN-Resolutionen zu halten und die Kontrolle der Region an die UN-Blauhelme zu übergeben. Die Regierung in Nikosia wollte noch am Mittwoch den UN-Sicherheitsrat anrufen und eine außerordentliche Sitzung beantragen.
Ein Boot der türkischen Küstenwache (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.07.2021
Türkisches Patrouillenboot feuert Schüsse auf zyprische Küstenwache ab
UN-Vertreter scheitern seit Jahrzehnten an Vermittlungen zur Überwindung der Teilung der Insel. Ankara sieht keine Chance mehr auf eine Wiedervereinigung und fordert stattdessen die Schaffung zweier unabhängiger Staaten. Das wiederum wollen weder die griechischen Zyprer noch die EU oder die UN. Sie propagieren die Bildung zweier gleichberechtigter Bundesstaaten unter einer zentralen Regierung. Die Interessen sind groß: Durch seine geografische Lage ist Zypern ein strategisch wichtiger Posten im östlichen Mittelmeer. Nordzypern wird weltweit nur von der Türkei als Staat anerkannt.
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