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Tichanowskaja in Washington: Aufruf zu mehr Druck auf Belarus und Hilfe für unabhängige Medien

© SNA / Alexej Witwitski / Zur BilddatenbankSwetlana Tichanowskaja (Archivbild)
Swetlana Tichanowskaja (Archivbild) - SNA, 1920, 20.07.2021
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Die ehemalige weißrussische Präsidentschaftskandidatin und Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hat sich in Washington unter anderem mit dem amerikanischen Außenminister Antony Blinken getroffen. Während der Gespräche wurden unterschiedliche Themen behandelt.
Tichanowskaja, die derzeit in Washington weilt, besuchte am Montag das US-Außenministerium, wo sie Verhandlungen mit Blinken sowie der Vize-Außenministerin Victoria Nuland und dem Berater vom State Department Derek Sholl führte.
Beim Treffen hat Tichanowskaja die USA dazu aufgerufen, Moskau das Signal zu geben, dass „Russland eine konstruktive Rolle bei der Lösung der Krise in Weißrussland spielen kann und so Lukaschenko die Souveränität Weißrusslands und die Sicherheit der ganzen Region nicht in Frage stellen wird“, heißt es in einer Mitteilung des Pressedienstes im Telegram-Kanal der Oppositionsführerin. Medien schreiben unter anderem, dass die USA aus Tichanowskajas Sicht Russland vermitteln müssten, dass Vereinbarungen mit dem Staatschef Alexander Lukaschenko keine Gültigkeit hätten.
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Außerdem appellierte sie an Washington, den wirtschaftlichen Druck „auf das Regime“ zu verstärken und die Handlungen mit der EU, Weißrussland und Kanada zu synchronisieren. Tichanowskaja rief dabei die USA auf, ein Nothilfepaket für weißrussische unabhängige Medien zu vereinbaren und die Zivilgesellschaft zu unterstützten.
Während der Gespräche wurden demnach unter anderem die Situation um das Flugzeug von Ryanair, Angriffe auf die Zivilgesellschaft und Medien sowie „die vom Regime organisierte illegale Migration nach Litauen als Versuch der Rache an die EU“ erörtert.
Der Sprecher des amerikanischen Außenministeriums, Ned Price, sagte vor Journalisten: „Sie haben die andauernden Repressionen, das Vorgehen von Lukaschenkos Regime und die Schritte, die Lukaschenko laut unseren Aussagen und jenen der internationalen Gemeinschaft unternehmen muss, besprochen.“
„Wir waren froh, sie heute im Department zu empfangen und unsere Bemühungen zur Unterstützung der belarussischen Bevölkerung und deren Streben nach Menschenrechten, der Demokratie (…) fortzusetzten“, fügte er hinzu.
Das jüngste Treffen dauerte laut Tichanowskajas Pressedienst etwa eine Stunde.
Die weißrussische Opposition betrachtet ihre Kandidatin Tichanowskaja als wahre Siegerin der Präsidentschaftswahl vom 9. August, bei der Amtsinhaber Alexander Lukaschenko laut offiziellen Angaben mit 80,1 Prozent der Stimmen gesiegt hat. Auch die EU erkennt Lukaschenko nicht mehr als Präsidenten an und hat darüber hinaus Sanktionen gegen das Land verhängt.
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