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Sensoren statt Sirenen? Unternehmen verspricht „straßengenaue“ Katastrophenwarnung

© SNA / Jewgenij BijatowWettervorhersage (Archiv)
Wettervorhersage (Archiv) - SNA, 1920, 20.07.2021
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Wie bringt man eine Katastrophenwarnung zur richtigen Zeit an den richtigen Mann? Denn Unwetter richten an einer Stelle immense Schäden an und hinterlassen an der anderen kaum Spuren. Ein Forschungsprojekt will es mit einem großflächigen Netz aus Sensoren probieren.
In dem Forschungsprojekt „25square“ geht es um nichts weniger als das komplette Ruhrgebiet, das mit einem Messnetzwerk aus Sensoren bis 2023 durchzogen werden soll. Darüber berichtet das Medium ingenieur.de. Die Idee dahinter: Ungenaue Regenprognosen durch punktgenaue Messungen ersetzen und dabei auch andere Parameter in die Gefahreneinschätzung wie etwa die Bebauung einfließen lassen.
Denn Unwetter treffen Stadtteile ganz unterschiedlich. Eine Analyse aus New York soll das gezeigt, eine weitere in Bochum bekräftigt haben. In der deutschen Stadt maßen die Sensoren beim gleichen Unwetter je nach Stelle 105 bis 60 Liter je Quadratmeter. Wenn also Sensoren solche Situationen früher ermitteln, gewinnen Betroffene wertvolle Zeit, um ihren Besitz zu retten oder sich selbst in Sicherheit zu bringen. Durch die Vernetzung solcher Sensoren im Ruhrgebiet sollen laut „25square“ straßengenaue Warnungen möglich werden.
Die Brücke des niederländischen Herstellers MX3D in Amsterdam von Königin eröffnet - SNA, 1920, 15.07.2021
Aus dem 3D-Drucker: „Smarte“ Stahlbrücke in Amsterdam von Königin eröffnet
Der wichtigste Bestandteil eines solchen Messfühlers ist der „Prellteller“. Das ist eine Oberfläche, die aus den aufprallenden Regentropfen die herabfallende Regenmenge ableiten kann. Diese Information wird digitalisiert, mit einer Zeitangabe versehen und mit Daten anderer Sensoren in einer Cloud zusammengeführt. Neben diesen Daten kann der Einfluss der Bebauung durch Stadtkarten in die Berechnung mit eingezogen werden.
Das Netz soll offen sein, sodass Hausbesitzer eigene Regensensoren integrieren können. Interesse an solchen Geräten mit intelligenter Datenauswertung haben laut dem Portal die Städte Bielefeld und Bochum geäußert. Die Bochumer Feuerwehr soll bereits mit solchen Sensoren arbeiten.
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