Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Olympia 2021: Polen schickt Schwimmer nach Anmelde-Panne heim

© SNA / Jewgenij OdinokowOlympische Ringe (Symbolbild)
Olympische Ringe (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.07.2021
Abonnieren
Eine bürokratische Panne hat sechs Schwimmerinnen und Schwimmer aus Polen um einen Start bei den Olympischen Spielen in Tokio gebracht. Die Athleten waren mit dem Schwimmteam bereits nach Japan gereist, wurden aber aufgrund eines Fehlers bei der Anmeldung wieder nach Hause geschickt.
Das Nationale Olympische Komitee Polens gab am Samstag bekannt, dass der polnische Schwimmverband zu viele Athleten für den Start nominiert hatte – und nicht alle überhaupt die nötige Startberechtigung hatten. Am Sonntag landeten die sechs Schwimmer wieder in Warschau.
Eine der Betroffenen, Alicja Tchorz, die bereits bei Olympia 2012 und 2016 dabei war, drückte ihre Wut anschließend in den sozialen Medien aus: „Stellen Sie sich vor, Sie widmen fünf Jahre Ihres Lebens und streben nach einem erneuten Start bei dem wichtigsten Sportereignis ... geben Ihr Privatleben und Ihre Arbeit auf, opfern Ihre Familie ... Ihr Engagement führt zu einem totalen Flop“, schrieb sie in ihrem Instagram-Account.
Der Präsident des polnischen Schwimmverbandes (PZP), Pawel Slominski, entschuldigte sich bei den Athleten.
Olympische Spiele in Tokio  - SNA, 1920, 20.07.2021
Neun weitere Corona-Fälle bei Olympia nachgewiesen – Tschechischer Athlet betroffen
Er verstehe die Wut der Schwimmer, die am Wochenende nach Hause zurückkehren mussten, voll und ganz und bedaure den Vofall sehr. „Eine solche Situation dürfte es nicht geben. Die Reaktion der Schwimmer, ihre Emotionen, die Attacke auf den polnischen Schwimmverband sind für mich nachvollziehbar und berechtigt“, so der Verbandschef. Er sagte, der Fehler sei auf den Wunsch zurückzuführen, „so viele Spieler und Trainer wie möglich an den Spielen teilnehmen zu lassen“.
Mit seiner Entschuldigung konnte Slominski allerdings nicht verhindern, dass der Ruf nach Konsequenzen für die Verantwortlichen in seinem Verband erfolgte. In einem offenen Brief forderten 22 der 23 Mitglieder des Schwimmkaders Slominskis Rücktritt.
Auch Polens Sportminister Piotr Glinski forderte Aufklärung vom Schwimmverband des Landes. „So eine Situation darf sich in einem professionell geführten Sportverband nicht ereignen“, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала