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China lockert Baby-Bann: Drei Kinder pro Familie nun erlaubt

© CC0 / Bru-nO / PixabaySäugling (Symbolbild)
Säugling (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.07.2021
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Die chinesische Führung hebt das Verbot der Geburt von mehr als zwei Kindern in chinesischen Familien auf. Nach entsprechenden Gesetzesänderungen darf ein Ehepaar in China künftig drei Kinder haben. Die Regierung hält angesichts der demografischen Lage in der Volksrepublik eine Steigerung der Geburtenrate für erforderlich.
Der chinesische Staatsrat – die Zentralregierung der Volksrepublik – schafft bisherige Einschränkungen in Bezug auf die Geburt von Kindern ab. „Alle restriktiven Maßnahmen sollen aufgehoben … alle Strafen sollen annulliert werden“, heißt es in einer Mitteilung des Staatsrats dazu.
Dieser Beschluss ist Teil der neuen Drei-Kinder-Politik der chinesischen Führung zur Förderung von „Ehe und Geburt in angemessenem Alter“. Zu ihrer Umsetzung muss noch das „Gesetz über die Bevölkerung und die plangemäße Geburtenrate“ geändert werden.
Dem Beschluss war eine Erklärung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas im Mai dieses Jahres vorangegangen, wonach die Regierung beabsichtigte, die Geburtenkontrolle zu lockern und es Ehepaaren zu erlauben, drei Kinder zu haben. Bisher durften Familien in China lediglich zwei Kinder zur Welt bringen.
Eine Geburtenexplosion im Zusammenhang mit der Lockerung des Verbots erwarten chinesische Experten nicht. Aus dem Institut für Demoskopie und Wirtschaft der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften hieß es, das Recht auf das dritte Kind würden nur wohlhabende Bürger in Anspruch nehmen. Der Regierungsbeschluss sei jedoch erforderlich, um die niedrige Geburtenrate in China anzuheben.
In der jüngsten Volkszählung wurde das durchschnittliche Alter der chinesischen Bevölkerung mit 38,8 Jahren angegeben. Gleichzeitig nimmt die Gruppe der Über-60-Jährigen weiter zu – aus der Sicht Pekings ein Problem: Gut 30 Prozent der Bevölkerung (rund 454 Millionen Menschen) sind 60 Jahre oder älter.
Die Ursache für die demografischen Verzerrungen in China ist die Ein-Kind-Politik der chinesischen Führung aus den Siebzigerjahren. Demnach war es Familien in Städten lediglich erlaubt, ein Kind zur Welt zu bringen. Familien auf dem Land durften zwei Kinder haben, sofern ihr Erstgeborenes ein Mädchen war. 2013 erlaubte Peking aufgrund der demografischen Gegebenheiten allen Familien die Geburt von zwei Kindern.
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