Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Aufsichtsbehörden machen Druck: Chinas IT-Milliardäre müssen Teil des eigenen Vermögens spenden

© AP Photo / Eugene HoshikoYuan-Banknoten (Symbolbild)
Yuan-Banknoten (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.07.2021
Abonnieren
Chinas Tech-Milliardäre haben in der vergangenen Zeit riesige Summen für Wohltätigkeit ausgegeben. Laut der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg ist das darauf zurückzuführen, dass die Unternehmer unter verstärkte Kontrolle der Aufsichtsbehörden in Peking geraten sind und gezwungen werden, Summen in Unternehmensanteile zu investieren.
Im jüngsten Beispiel übergab der Mitbegründer von Xiaomi Lei Jun Aktien des Smartphone-Herstellers im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar an zwei Wohltätigkeitsstiftungen. Das geht aus den Dokumenten von Hong Kong Stock Exchange hervor.
Einen Monat zuvor verschenkte Wang Xing von Meituan einen Anteil von 2,3 Milliarden US-Dollar an dem Lebensmittellieferanten an die eigene Wohltätigkeitsstiftung. Das geschah, nachdem Chinas Kartellwächter eine Untersuchung des Unternehmens angekündigt hatten und der Milliardär ein klassisches Gedicht online gestellt hatte, das von einigen als verschleierte Kritik an Peking angesehen wurde.
Amazon-Gründer Jeff Bezos - SNA, 1920, 07.04.2021
Amazon-Chef Bezos spricht sich für höhere Steuern aus
Im selben Monat spendete ByteDance-Gründer Zhang Yiming (Besitzer von TikTok), Chinas viertreichster Mensch mit einem Nettovermögen von 44,5 Milliarden US-Dollar, etwa 77 Millionen US-Dollar seines eigenen Vermögens an einen Bildungsfonds in seiner Heimatstadt.
Und im April sagte Pony Ma von Tencent Holdings Ltd., mit 56,7 Milliarden US-Dollar das zweitreichste Unternehmen, 7,7 Milliarden US-Dollar des Unternehmensgeldes für die Lösung sozialer Probleme und Bekämpfung der ländlichen Armut zu.
Laut Bloomberg kommen diese Schritte, weil Razzien gegen Technologieunternehmen in China intensiviert wurden. Dies begann im November, als Jack Ma’s Ant Group Co. gezwungen war, den riesigen Börsengang zurückzuziehen. Es sei eine neue Ära für die Milliardäre des Landes, da China die Vorschriften in Bereichen von Finanzdienstleistungen und Internetplattformen bis hin zu Datensicherheit und ausländischen Listings verschärft habe, hieß es im Beitrag.
„Es ist wahrscheinlich mehr als ein Zufall, dass Chinas Tech-Milliardäre einen starken Drang nach Wohltätigkeit zeigen“, zitiert Bloomberg Brock Silvers, Chief Investment Officer der in Hongkong ansässigen Private-Equity-Gesellschaft Kaiyuan Capital. „Es könnte von tiefen patriotischen Gefühlen oder buddhistischen Neigungen herrühren, aber es scheint stark mit Pekings jüngsten regulatorischen Razzien zu korrelieren“.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала